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Panorama Freispruch für Mord an Frau in Lauenau?
Mehr Welt Panorama Freispruch für Mord an Frau in Lauenau?
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15:23 18.01.2017
Der Mann, der seine Ehefrau ermordet haben soll, muss sich nun vor Gericht verantworten. Quelle: Grabowski
Bückeburg

War es der Ehemann oder die Geliebte: Im Prozess um den Mord an einer 42 Jahre alten Frau in Lauenau haben Anklage und Verteidigung in dieser Frage konträre Ansichten. Die Staatsanwaltschaft forderte am Mittwoch im Landgericht Bückeburg lebenslange Haft für den 46-jährigen Mann der Toten. Die Anklage hält es für erwiesen, dass er einen heimtückischen Mord beging.

Der Mann habe mit seiner Geliebten ein neues Leben beginnen wollen. Deswegen habe er seine Frau kaltblütig und ohne Empathie im Mai 2015 erschlagen. Viele Indizien wiesen auf den Ehemann als Täter, sagte der Staatsanwalt. Polizei und Gericht habe der Mann belogen. Die vorangegangen 39 Prozesstage hatten sich vor allem um die Rolle der Geliebten gedreht. Der Angeklagte leugnet die Tat, er hatte zunächst den Verdacht auf seine Geliebte gelenkt.

Diese sagte daraufhin überraschend aus, sie sei Zeugin geworden, wie der Mann seine Frau erschlagen habe. Mit mehr als 50 Beweisanträgen versuchte die Verteidigung seitdem, die Glaubwürdigkeit der Frau zu erschüttern. Die Geliebte alleine sei die Täterin gewesen, sagte der Verteidiger. Er forderte Freispruch. Zuvor hatte der Staatsanwalt gesagt, die Frau komme als Täterin nicht in Frage, da sie nicht am Tatort gewesen sein könne.

In dem als Indizienprozess begonnenen Verfahren war der Tatablauf, so wie ihn die Geliebten geschildert hatte, bei einem Ortstermin im Wohn- und Geschäftshaus des Ehepaars nachgestellt worden. Außerdem ging es darum, wie der Knopf einer Zirkusbekleidung unter die Leiche gelangen konnte. Aus Sicht der Verteidigung weist dies auf die Geliebte, die aus einer Zirkusfamilie stamme.

Die Bluttat hatte in Lauenau für Erschütterung gesorgt, noch mehr aber die Festnahme des Ehemanns auf einem Supermarktparkplatz nach wochenlangen Ermittlungen. Viele hatten dem im Ort allseits bekannten Handwerksmeister eine solche Tat nicht zugetraut, auch wenn Gerüchte über die Geliebte die Runde machten.

dpa

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