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Panorama Zehntausende beim "Schoduvel" in Braunschweig
Mehr Welt Panorama Zehntausende beim "Schoduvel" in Braunschweig
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19:51 07.02.2016
"Schoduvel": Der Karnevalszug in Braunschweig.  Quelle: Peter Steffen
Braunschweig

„Keine Angst! Hier besteht kein Sicherheitsrisiko“, ruft ein junger Mann. Verkleidet als SEK-Polizist läuft er über die bereits abgesperrte Strecke des Karnevalsumzugs in Braunschweig. „Idiot“, ruft eine Frau mit Marienkäfer-Punkten im Gesicht. „Manche lernen’s nie,“ murmelt sie dem Mann hinterher. 

Szenen wie diese zeigen, dass in Braunschweig ein Jahr nach der Absage des Karnevalsumzugs wegen einer Terrorwarnung die Frage nach der Sicherheit beim Karneval längst nicht vergessen ist. Zwei Stunden vor Beginn des Umzugs wurde das Spektakel im vergangenen Jahr abgesagt. Auch diesmal hatten viele Besucher Angst, dass es wieder so kommen könnte. 

Diesmal hat die Polizei die Zahl der Einsatzkräfte mehr als verdoppelt. Zusätzliche Kameras überwachen besonders belebte Plätze. Der Zug in diesem Jahr steht unter dem Motto „Jetzt erst recht“. Und wer gekommen ist, hat dies sehr bewusst getan: „Zuhause zu bleiben, wäre ein falsches Signal. Wir wollen Spaß haben und zeigen, wofür wir stehen“, erklärt eine Zuschauerin. Und trotzdem scheinen einige Besucher doch fern geblieben zu sein.

Zugmarschall Gerhard Baller spricht zwar erfreut von den erwarteten 250 000 Zuschauern bei Norddeutschlands größtem Karnevalszug. Die Polizei will diese Zahl aber nicht bestätigen. „Es sah an einigen Stellen in der Innenstadt eher etwas dünner aus mit den Zuschauern als gewöhnlich“, sagt Polizeisprecher Joachim Grande. Ob es an der Sorge um die eigene Sicherheit liegt oder am ungemütlich windigen Wetter, bleibt dahingestellt. Am Nachmittag steht allerdings fest: Jede Sorge war unbegründet. „Es war eine ausgelassene und friedliche Veranstaltung“, erklärt Grande. Nur am Rande sei es zu Streitigkeiten und Diebstählen gekommen. „Alles im üblichen Rahmen und nicht schlimmer als sonst.“
Auch Zugmarschall Baller ist glücklich. Gemeinsam mit Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) und Vertretern unterschiedlicher Glaubensrichtungen hat Baller den Zug mit seinem Wagen angeführt - ein Zeichen, dass sich niemand einschüchtern lassen will. „Das Ziel ist erreicht, wenn der Zug rollt. Was dann kommt, ist eine tolle Zugabe“, sagt er, während die bunten Wagen an ihm vorbeiziehen.

Darunter ist auch der Motto-Wagen zum Thema Terror. Ein Styropor-Gespenst mit der Aufschrift „Terror“ fährt vorneweg durch die Innenstadt. „Das gehört zum Karneval doch dazu“, sagt ein als Super Mario verkleideter Mann mit Blick auf den satirischen Wagen. „Ich fühle mich sicher. Zu viel Sorge ist nicht gut. Besser, wir lachen alle gemeinsam mal wieder.“ Als ein orientalisch dekorierter Wagen vorbeifährt, versucht sich Super Mario passend zur Musik im Bauchtanz. Die Umstehenden lachen. Der Braunschweiger Karneval hat sein Ziel erreicht.

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