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Panorama Leonardo DiCaprio rettet die Wale
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16:25 08.06.2017
Prominente Tierschützer: Leonardo DiCaprio und Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto (links) wollen das Aussterben der Kalifornischen Schweinswale verhindern. Quelle: dpa
Mexiko-Stadt

Der Umweltschutz liegt dem Oscar-Gewinner am Herzen. Das wissen die Fans von Leonardo DiCaprio, die ihm bei Facebook und Instagram folgen. Immer wieder weist er in seinen Posts darauf hin, dass die Umwelt durch Klimaerwärmung und menschliche Ausbeute bedroht ist. Nun hat der Hollywoodstar ein neues Projekt, mit dem er etwas für den Naturschutz tun will: DiCaprio will gemeinsam mit der mexikanischen Regierung die Kalifornischen Schweinswale vor dem Aussterben retten. Es ist ein äußerst ehrgeiziges Ziel, das sich der Schauspieler gesetzt hat. Denn nur noch etwa 30 Vaquita, wie die Meeressäuger auch genannt werden, leben in freier Wildbahn.

Vom Aussterben bedroht: der Kalifornische Schweinswal, auch Vaquita genannt. Quelle: AP/GREENPEACE

Am Mittwoch unterzeichnete DiCaprio mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto und dem Milliardär Carlos Slim eine Absichtserklärung, um den Fischfang mit Treibnetzen im Golf von Kalifornien zu unterbinden. „Das ist ein entscheidender Schritt, um dafür zu sorgen, dass der Golf von Kalifornien ein lebendiger und fruchtbarer Ort bleibt, vor allem für gefährdete Arten wie die Vaquita“, sagte der Darsteller, der für Blockbuster wie „Titanic“ und „The Revenant“ bekannt ist. „Mehr als jemals zuvor braucht die Welt jetzt entschlossene Führung auf allen Ebenen, um den Klimawandel zu bekämpfen und Umweltschutzthemen voranzutreiben“, fügte er hinzu. Indirekt kritisiert der 42-Jährige auch US-Präsident Donald Trump, der erst vor Kurzem das Pariser Klimaabkommen kündigte – ein Schritt, dem DiCaprio weitreichende Folgen voraussagt. „Unsere Zukunft auf diesem Planeten ist gefährdet“, schrieb er auf Facebook.

Mit dem neuen Abkommen will der US-Schauspieler einen Beitrag zum Schutz der Natur leisten. Es sieht unter anderem ein dauerhaftes Verbot des Einsatzes von Treibnetzen, Aktionen gegen illegale Fischerei und ein Verbot nächtlicher Fischerei in den Schutzgebieten der Schweinswale vor. Auch die Naturschutzorganisationen WWF und Sea Shepherd wollen bei der Rettung mithelfen. Der Kalifornische Schweinswal (Phocoena sinus), auch Vaquita genannt, zählt zu den kleinsten Walen der Welt. Die Tiere werden nur rund 1,50 Meter lang und wiegen etwa 40 Kilogramm. Sie leben im Golf von Kalifornien im Nordwesten von Mexiko.

Leonardo DiCaprio hat gemeinsam mit dem mexikanischen Präsidenten (links) ein Abkommen zum Schutz der Meeressäuger unterzeichnet. Quelle: dpa

Immer wieder verfangen sich die Schweinswale in Treibnetzen von Fischern und verenden dort. Zwar wurde der kommerzielle Fischfang mit Treibnetzen in der Region verboten. Trotzdem ging die Population um 90 Prozent auf zuletzt nur noch rund 30 Exemplare zurück.

DiCaprio engagiert sich seit vielen Jahren für den Umweltschutz und gegen die globale Erwärmung. 1998 gründete er deshalb die „Leonardo DiCaprio Foundation“. 2014 war der Schauspieler UN-Friedensbotschafter beim Klimagipfel in New York. Auch in seiner Dankesrede bei der Oscar-Verleihung im vergangenen Jahr, wo er für die Hauptrolle „The Revenant“ ausgezeichnet wurde, sprach er über die Gefahren des Klimawandels und forderte die Menschheit dazu auf, etwas dagegen zu unternehmen.

Mexico will die Kalifornischen Schweinswale besser schützen

Vor einigen Wochen dann hatte DiCaprio seine Fans bei Facebook aufgefordert, an den mexikanischen Staatschef zu schreiben und mehr Engagement beim Schutz der Vaquita zu verlangen. Peña Nieto antwortete ihm daraufhin auf Twitter, bedankte sich für dessen Sorge um den Schweinswal und beteuerte, alles zu tun, um ein Aussterben zu verhindern. „Mexiko ist sich seiner Verantwortung als eines der Länder mit der größten Artenvielfalt bewusst“, sagte er nun.

Das Umweltministerium kündigte zuletzt einen Notfallplan zur Rettung der Vaquita an. Im Herbst sollen einige Tiere eingefangen und vorübergehend in eine Schutzzone umgesiedelt werden. Dort sollen sich die Wale in Ruhe vermehren. Die Idee stammt vom Internationalen Komitee zur Rettung der Vaquita (Cirva). Die mexikanische Regierung hat drei Millionen US-Dollar für das Projekt bereit gestellt.

Von RND/iro/dpa

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