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Panorama Leiter einer Jugendeinrichtung wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt
Mehr Welt Panorama Leiter einer Jugendeinrichtung wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt
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14:31 19.07.2010

Weil er zwei Jungen mehrfach sexuell missbraucht hat, ist der Leiter einer Jugendeinrichtung bei Hannover am Montag zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Hildesheim sprach den 38 Jahre alten Heilpädagogen des schweren sexuellen Missbrauchs schuldig. Der Angeklagte hatte ein umfassendes Geständnis abgelegt, um den beiden zwölf und 14 Jahre alten Opfern eine Aussage vor Gericht zu ersparen. Er bereue die Taten und wolle eine Therapie machen, erklärte der 38-Jährige. Er entschuldigte sich bei den Jungen und ihren Eltern.

Über einen Chatroom im Internet hatte der Angeklagte den 14-Jährigen kennengelernt. Dort habe er aufgrund seiner Neigungen Kontakt aufgenommen, erklärte der 38-Jährige. Das Alter des Jungen habe er gekannt. Auf der Geburtstagsparty des späteren Opfers traf er dann auch auf den Zwölfjährigen. Er missbrauchte beide Jungen mehrfach in seinem Auto und gab ihnen als Gegenleistung Geld. Gewalt habe der Angeklagte aber nicht angewendet, betonte sein Verteidiger. Die Übergriffe hatten sich zwischen August und Dezember 2009 in Bevern (Kreis Holzminden) ereignet.

„Die Kammer sieht, dass die Taten nicht in Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit stehen. Wir gehen davon aus, dass der Angeklagte bewusst das berufliche Umfeld gemieden hat“, sagte der Vorsitzende Richter Alfons Welling in seiner Urteilsbegründung. Der 38-Jährige hatte eine Jugendhilfe-Einrichtung geleitet, in der vier junge Menschen in einem Haushalt lebten. Zudem hatte er als pädagogischer Mitarbeiter in einer Grundschule und in einem Kinderkrankenhaus gearbeitet. Er war nicht vorbestraft.

Bei beiden Opfern hatten sich nach den Übergriffen die schulischen Leistungen verschlechtert, und die Jungen werden therapeutisch betreut, schilderten die Eltern im Gerichtssaal. Mit ihrem Urteil folgte die Kammer den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Das Urteil ist bereits rechtskräftig, da alle Beteiligten auf Rechtsmittel verzichteten.

dpa

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