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Panorama Lehrerin soll Strafe für Dschungelcamp-Tour zahlen
Mehr Welt Panorama Lehrerin soll Strafe für Dschungelcamp-Tour zahlen
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18:00 07.12.2016
Mit der Tochter in den Dschungel: Die Mutter von Nathali Volk (kleines Bild, li.) war zu der Zeit der Fernsehshow krankgeschrieben.  Quelle: Privat/dpa/Montage
Lüneburg

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg wirft der Mutter von Nathalie Volk vor, dass sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für die Zeit des Dschungelcamps eingereicht habe, obwohl sie nicht krank gewesen sei. Die Lehrerin soll eine Ärztin durch falsche Angaben dazu gebracht haben, bei ihr einen Erschöpfungszustand zu diagnostizieren.

Die Staatsanwaltschaft hat deshalb einen Strafbefehl über 7000 Euro beantragt. Die Lehrerin will die Geldstrafe aber nicht akzeptieren. „Wir werden Einspruch einlegen“, sagte ihr Anwalt, Andreas Hebestreit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. „Das ist absolut unangemessen." Seine Mandantin habe sich nicht strafbar gemacht.

Schulleiter lehnte Sonderurlaub für Lehrerin ab

Nathalie Volk hatte im Januar am RTL-Dschungelcamp teilgenommen. Ihre Mutter hatte sie zu der Fernsehsendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ begleitet. Die Lehrerin war zuvor von einem Arzt für eine Woche krankgeschrieben worden.

Das hätte aber für die bereits gebuchte Reise nach Australien nicht ausgereicht, wie die „HAZ“ berichtet. Deshalb habe Nathalie Volks Mutter – sie arbeitet als Mathe- und Physiklehrerin an einem Gymnasium in Soltau – einen Sonderurlaub beantragt. Dieser sei vom Schulleiter aber abgelehnt worden. Daraufhin reichte die Frau eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ein.

Auffällig sei, meint die Staatsanwaltschaft, dass die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung den Zeitraum abdeckt, für den die Lehrerin den Sonderurlaub beantragt hatte. „Das sind die Indizien, auf die sich unser Verdacht stützt“, sagte die Lüneburger Staatsanwältin Angelika Klee.

Die Landesschulbehörde prüft noch, ob die Lehrerin ihre Dienstpflichten als Mathe- und Physiklehrerin am Gymnasium Soltau verletzt hat. Dann kämen mehrere Sanktionen von einem Verweis über die Kürzung der Bezüge, Zurückstufung bis hin zur Entfernung aus dem Beamtenverhältnis infrage, sagte eine Sprecherin der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Von HAZ/doe/RND