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Panorama Neue Lego-Ausstellung lockt die Massen
Mehr Welt Panorama Neue Lego-Ausstellung lockt die Massen
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00:15 26.10.2017
Alles aus Lego: 1000 Besucher wollten am ersten Tag die neun Themenwelten sehen. Quelle: Gossmann
Hildesheim

Die Kuratoren haben aus den Spielzeugsteinen insgesamt neun bedeutende Kulturstätten in Ägypten, Europa oder Südamerika nachgebaut. Die Ausstellung „Städte - Burgen - Pyramiden“ soll auf 600 Quadratmetern kulturelle Entwicklungen veranschaulichen - offenbar mit Erfolg: Schon am Eröffnungstag kamen rund 1000 Besucher.

Tatsächlich steckt die Ausstellung voller Geheimnisse. In jedem der großen Modelle haben die Designer Figuren platziert, die dort eigentlich nichts verloren haben, weil sie schlicht nicht in die Zeit passen.

Etwa eine Figur des US-Präsidenten Donald Trump auf der Ritterburg. Auch ein Skateboardfahrer und viele andere Gestalten aus der Gegenwart haben die Macher in die historischen Darstellungen hineingemogelt. Damit regen sie offenbar den Spieltrieb der Besucher an: Viele sind mit Vordrucken unterwegs und versuchen, an den verschiedenen Stationen insgesamt zehn Fehler zu finden. Wer das schafft, nimmt an einem Gewinnspiel teil.

Eine typische Szene: Eltern, die ihren Kindern erklären, was es mit dem Bau der Pyramiden, den Osterinseln oder den Tempeln der Maya und Inka eigentlich auf sich hatte - oder mit der Statue des Bauleiters der berühmten Cheops-Pyramide, Hem-iunu. Die altägyptische Sitzstatue, eines der Glanzlichter des Roemer- und Pelizaeus-Museums, wurde ebenfalls aus knapp 100 000 Legosteinen nachgebaut und steht der Originalskulptur gegenüber. Vielleicht funktioniert die Ausstellung auch deshalb so gut, weil offensichtlich ist, wie viel Spaß deren Architekten bei der Arbeit mit mehr als einer Million Legosteinen hatten.

„Das ist wirklich eine helle Freude, zu sehen, wie alles aufgeht“, sagt Kuratorin Stefanie Bölke. Am Nachmittag plagt sie nur einen Sorge. Sie hatte am Mittag bereits einen Kindergeburtstag durch die Ausstellung gelotst. „Wie soll ich denn bei dem Gedränge Führungen mit 20 Besuchern machen?“

Eine Sorge, die das seit Jahren am wirtschaftlichen Existenzminimum herumknapsende Museum wohl gern öfter hätte. Noch immer genießt die Ägypten-Ausstellung großes internationales Renommee. Doch die Zeiten, als jedes Jahr Hunderttausende durch die Sammlungen gingen, sind vorbei. Direktorin Regine Schulz muss sich immer neue Konzepte ausdenken - populäre und familienfreundliche Ausstellungen wie jetzt die Lego-Schau kommen da gerade recht.

Zeitreise aus Plastiksteinchen: Die Ausstellung „Kulturwelten im Lego-Format“ ist noch bis zum 22. April dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

Von Tarek Abu Ajamieh

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