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Panorama Land weitet Kampagne "Rettungsgasse" aus
Mehr Welt Panorama Land weitet Kampagne "Rettungsgasse" aus
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20:35 19.12.2016
Von Michael B. Berger
So geht’s: Bei Stau auf der Autobahn ist die Rettungsgasse Pflicht.Foto: dpa Quelle: Peter Steffen
Hannover

Hannover. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) will den Druck auf Autofahrer erhöhen, bei Unfällen auf Autobahnen Rettungsgassen zu bilden. Der Minister bezeichnete das bisherige Bußgeld von 20 Euro für die Missachtung der Vorschrift als viel zu niedrig. „In Österreich klappt das Bilden von Rettungsgassen reibungslos, weil die Folgen bei Missachtung einschneidend sind“, sagte Pistorius. Das Nachbarland nimmt mehr als 2000 Euro bei einem solchen Verkehrsverstoß.

Doch vorerst setzt Pistorius noch auf die Vernunft und Sensibilisierung der Autofahrer. Er will zunächst die im Sommer gestartete Kampagne „Rettungsgasse“ weiter ausbauen, wie er am Montag erklärte. Pistorius klebte dafür symbolisch ein Logo mit der Aufschrift „Staubildung: Rettungsgasse“ auf die Heckscheibe eines Einsatzwagens der Polizei. Darauf wird gezeigt, wie sich Autofahrer im Falle eines Staus verhalten sollen: „Links fährt links und alle anderen fahren möglichst weit rechts, einfacher lässt sich die Faustformel nicht beschreiben“, sagte der Minister. Künftig sollen 120 Streifenwagen, die auf den Autobahnen im Einsatz sind, mit solchen Aufklebern versehen werden. In den kommenden Tagen sollen außerdem 50 weitere Spannbänder mit dem Logo an besonders unfall- und staugefährdeten Autobahnabschnitten angebracht werden. Zum Auftakt der Kampagne waren bereits 20 dieser Spannbänder aufgestellt worden.

Was Autofahrer nach Unfällen auf Autobahnen und Schnellstraßen tun müssen, ist in der Straßenverkehrsordnung geregelt. Sobald Schrittgeschwindigkeit gefahren wird, muss eine Rettungsgasse gebildet werden - bei Stillstand ohnehin, heißt es in der vor wenigen Tagen in Kraft getretenen Neufassung. Zwischen dem äußersten linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen müsse Platz für den Rettungswagen gelassen werden, heißt es in Paragraf 11, Absatz 2. Die Regelung gilt auch für Straßen außerhalb von Ortschaften mit mehr als einem Fahrstreifen.

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