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16:18 22.12.2017
Per EC-Kartenterminal können Menschen in der Kirche in Duderstadt Geld spenden. Quelle: Swen Pförtner
Duderstadt

  Im südniedersächsischen Duderstadt können Kirchenbesucher mit EC-Karte Geld spenden. „Wir sehen vor allem bei Touristen eine Bereitschaft, für den Erhalt der Basilika am Terminal zu spenden“, sagte Kirchenvorstand Alfons Merten von der Kirchengemeinde St. Cyriakus. Die Gemeinde hatte die elektronische Sammeleinrichtung in diesem Jahr als erste und bisher einzige Kirche im Bistum Hildesheim eingerichtet. 

 „Wer spenden möchte, müsse die EC-Karte in den elektronischen Opferstock stecken und einen Betrag eingeben“, sagte Merten, dessen Sohn die Idee aus Altötting mit nach Südniedersachsen gebracht hatte. In der St. Anna-Kirche der bayerischen Gemeinde gibt es schon seit 2011 einen elektronischen Opferstock. Nach der Buchung wirft der Apparat in zweifacher Ausfertigung eine Spendenquittung aus.

 Die als „Eichsfelder Dom“ bekannte katholische Kirche St. Cyriakus war 2015 wegen ihrer kunsthistorischen Bedeutung von Papst Franziskus zur Basilika ernannt worden. Der dreischiffige Sakralbau, der in mehreren Bauabschnitten zwischen 1250 und 1490 errichtet worden war, ist nach St. Godehard in Hildesheim und St. Clemens in Hannover das dritte Gotteshaus im Bistum Hildesheim, das in diesen Rang erhoben wurde. Die Kirche beherbergt zahlreiche gotische und barocke Kunstwerke.

 Auch um diese Schätze erhalten zu können, hofft der Kirchenvorstand auf Spenden. Zum aktuellen Stand der bisher eingenommenen Gelder gab es keine konkreten Angaben. „Es könnte aber mehr sein“, sagte Merten. „Viele Kirchenbesucher müssen sich erst noch an die neue Möglichkeit gewöhnen.“ Damit mehr Menschen elektronisch spenden, solle die Handhabung des am Nebeneingang der Kirche aufgestellten Apparats im Zusammenarbeit mit der Hausbank der Gemeinde vereinfacht werden.

 Bundesweit gibt es nach Mertens Angaben bisher nur etwa eine Handvoll Kirchen, in denen ähnliche elektronische Opferstöcke installiert sind. Im Bistum Hildesheim, zu dem St. Cyriakus gehört, seien derzeit keine weiteren entsprechenden Einrichtungen geplant, sagte ein Sprecher.

 In Duderstadt will man den Test noch einige Jahre fortführen. „Dann werden wir Bilanz ziehen und sehen, ob es sich lohnt und wir es dauerhaft machen“, sagte Kirchenvorstand Merten. „Ich glaube aber schon.“

Von dpa

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