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Panorama Schlägerei auf dem Wiener Opernball
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14:42 28.02.2014
Ein schwieriger Abend: Kim Kardashian und der Unternehmer Richard Lugner auf dem Wiener Opernball. Quelle: dpa
Wien

Wenig Spaß hatte zeitweise etwa TV-Moderator Johannes B. Kerner. Ein offenkundig betrunkener Ballgast hatte den Moderator angepöbelt, als Kerner die Loge von Gastgeber Lugner verließ. "Wer hat ihr Ticket bezahlt? Erklären Sie sich! Sie sind der neue Wulff!", warf der Mann dem Moderator nach Angaben der Nachrichtenagentur APA an den Kopf. Kerner versuchte den Mann zu beruhigen, der warf aber ein Sektglas nach ihm. Daraufhin schlug ein Begleiter Kerners den Mann mit der Faust ins Gesicht und verletzte ihn so, dass er eine blutende Wunde am Kinn davontrug.

Für Gastgeber Lugner war es in vielerlei Hinsicht ein schwieriger Abend. So zeigte sich etwa It-Girl Kim Kardashian aus Sicht von Lugner als zickige Diva. "Ich werde sicher die Flugkosten, die noch offen sind, nicht zahlen", schimpfte der 81-jährige Lugner noch am Tag danach auf seinen Stargast aus den USA. Kim Kardashian habe ihren Vertrag in mehrfacher Hinsicht nicht erfüllt. Keine zwei Stunden hielt es sie in seiner Loge, an gemeinsamen Tanz im von Lugner erhofften Blitzlichtgewitter war nicht zu denken, eine Autogrammstunde hatte sie abgebrochen, einen Fototermin abgesagt. Im ersten Moment war Lugner über den äußerst frühzeitigen Aufbruch der 33-Jährigen sogar froh. "Ich bin erleichtert", bekannte er.

Nicht nur Kardashian sorgte für Ärger, auch sein zweiter Stargast erwies sich als unzuverlässig. "Miss World 2011", Ivian Sarcos, hatte ihr Flugzeug in Paris verpasst und sagte ab. Dafür wurde flugs ein Spaßvogel eingeladen. Oliver Pocher fand sich als Ersatz für die einst schönste Frau der Welt in Lugners Loge. "Ich bin ehrlich gesagt erst vor drei Stunden angerufen worden. Dann hieß es, die Miss World ist nicht da, aber Du wärst optisch genau der passende Ersatz", sagte Pocher im ORF. "Der war recht nett", sagte Lugner über seinen Ersatzgast.

Der früher von Demonstrationen begleitete Opernball gilt nach wie vor als eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse in der Alpenrepublik. Die Karten sind heiß begehrt. Doch diesmal machten sich internationale Gäste rar. Allein der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan ("Einmal im Leben muss man den Opernball gesehen haben") als Gast des österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer sorgte für weltläufiges Flair. Das mediale Interesse in Österreich ist enorm, hier verzeichnet der ORF bis zu 60 Prozent Marktanteil bei der Live-Übertragung. Aber auch in Deutschland interessiert der festliche Einzug der 144 jungen Paare, die auf dem Parkett ihr gesellschaftliches Debüt geben.

dpa

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