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Panorama Kidnapper erhängt sich in der Zelle
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18:34 05.10.2016
Von Michael B. Berger
„Nahezu erdrückende Beweislast“: Die von der Polizei gesicherten Spuren in einem Haus in Nordleda belasteten den Verdächtigen stark. In U-Haft erhängte er sich. Quelle: Mangels
Hadeln

„Er hat sich vermutlich erhängt, Fremdverschulden ist auszuschließen“, sagte Oberstaatsanwalt Kai-Uwe Breas der HAZ.

Erst am Mittwoch vergangener Woche war der mutmaßliche Entführer festgenommen worden. Am Tag zuvor hatte er die Frau eines Geschäftsmannes in seine Gewalt und in ein Haus in Nordleda gebracht. Wie die „Cuxhavener Nachrichten“ berichteten, hatte der Ehemann des Opfers seine Frau zuvor als vermisst gemeldet, als er sie am Dienstagnachmittag nicht zuhause antraf. Dabei waren die beiden zu einem Arzttermin verabredet gewesen. Auf die Vermutung, dass seine Frau Opfer einer Straftat sein könnte, war der Ehemann zunächst gar nicht gekommen - bis ihn am Mittwoch am Telefon eine verstörende Nachricht erreichte. Der Entführer forderte 400 000 Euro für die Freilassung der Frau.

Doch durchkreuzte das Opfer die Pläne des Kidnappers. Nach 24 Stunden in der Gewalt des Mannes konnte die Frau sich selbst befreien. Mithilfe eines Spezialeinsatzkommandos konnte der Täter festgenommen werden, nachdem die Ermittler das Haus des Entführers, der aus der Samtgemeinde Hadeln stammen sollen, ausfindig gemacht hatten. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl erwirkt, wegen „erpresserischen Menschenraubes“ wartete eine lange Haftstrafe von mindestens fünf Jahren auf ihn.

„Wir hatten eine nahezu erdrückende Beweislast“, sagt Oberstaatsanwalt Burkhard Vonnahme: „Die Frau hat den Mann identifiziert, auch das Haus, in das er sie gebracht hat. Ferner sind Spuren des Opfers im Haus gefunden worden - nur das Geständnis fehlte.“ Dazu wird es nun nicht mehr kommen.

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