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Panorama Kate Middleton bleibt bei Hochzeit die Last der Krone erspart
Mehr Welt Panorama Kate Middleton bleibt bei Hochzeit die Last der Krone erspart
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11:13 27.04.2011
Selbst die Königin Elizabeth II. trägt nicht immer Krone. Quelle: dpa

Es ist der Vorabend ihrer Krönung. Die junge Königin stolziert über die langen Flure des Buckingham-Palastes, auf ihrem Haupt balanciert sie eine riesige Krone. Als sie ihrem Sohn eine gute Nacht wünschen will, ist der vierjährige Charles starr vor Schreck. Ist diese Frau mit dem 30 Zentimeter hohen Ungetüm auf ihrem Kopf wirklich seine Mutter?

So soll es sich zugetragen haben am Tag vor der Krönung von Elizabeth II. in der Westminster Abbey am 2. Juni 1953. Exakt 2,155 Kilogramm wiegt die „Edwardskrone“ aus Gold, Silber, Perlen und 444 Saphiren, Smaragden, Rubinen und Diamanten – ein außergewöhnlich schweres Stück aus dem Jahr 1661, weshalb die Königin das Tragen vorher übte – und die Insignie ihrer Macht während der Zeremonie auch nur wenige Minuten trug. Danach empfing Elizabeth die „Imperial State Crown“, die sie bis heute zur alljährlichen Parlamentseröffnung trägt. Mit 910 Gramm, verteilt auf 2868 Diamanten, 17 Saphire, elf Smaragde, fünf Rubine und 273 Perlen ist sie wesentlich leichter zu ertragen.

Kate Middleton bleibt diese Belastung erspart, wenn sie am Freitag durch die Westminster Abbey schreitet. Mögen sich um ihr Hochzeitskleid die schönsten Spekulationen ranken – eines ist sicher: Die Braut wird keine Krone tragen. Wahrscheinlich ziert ein Diadem ihre Hochsteckfrisur, es wäre der traditionelle Kopfschmuck künftiger Königinnen. Doch welches Diadem aus der königlichen Kollektion darf’s denn sein zur Hochzeit des Jahrzehnts? Auch diese Frage treibt die britischen Zeitungen und ihre Leser derzeit um.

Schließlich steigt die Bürgerliche durch die Heirat mit Prinz William vorerst zur Prinzessin auf, aber sie heiratet eben nicht den König, nicht einmal einen Thronfolger wie ihre verstorbene Schwiegermutter Diana, sondern lediglich den Sohn des Thronfolgers. Und dem gebührt, so will es das Protokoll, ein solcher Ausdruck von Macht und Würde nicht. Noch nicht. Eine Krone schmückt ausschließlich Herrscherköpfe, das war schon im alten Ägypten und in der Antike so. Die Pharaonen banden sich Diademe ins Haar, dünne Goldreifen, die am Hinterkopf mit Schleifenbändern verziert waren. In Athen wie in Rom hielten es die Herrscher ebenso. Zu den ersten geschlossenen Kronen griffen die Perserkönige, später die byzantinischen Kaiser und die Päpste. Seit dem 9. Jahrhundert ist diese Form üblich, in den meisten Monarchien hat sie sich bis heute erhalten.

Auch die „Imperial State Crown“ ist ein solch geschlossenes Modell, Königin Viktoria trug sie während ihrer Krönungsfeier im Juni 1837. Die damals 18-Jährige hatte sich gegen die schwere „Edwardskrone“ entschieden. Bei ihrer Hochzeit mit Prinz Albert von Sachsen-Coburg drei Jahre später bevorzugte Viktoria einen – aus höfischer Sicht – bescheidenen Blumenkranz im Haar.

Die heutigen Prinzessinnen setzten in Sachen Pretiosen einen anderen Trend: Ob Maxima, Letizia, Mette-Marit oder Mary – die bürgerlichen Bräute trugen allesamt feine Diademe, als sie mit ihren Thronfolgern zum Traualtar schritten. Die königlichen Schwiegereltern hatten die Familienschatulle für den großen Auftritt großzügig geöffnet.

Auch Kate darf damit rechnen, von ihrer neuen Verwandtschaft ein Diadem geschenkt zu bekommen. Wie einst Diana, die 1981 zur Hochzeit mit Prinz Charles die klobige „Chambridge Lover’s Knot Tiara“ aus den Händen der Queen erhielt, sich dann aber gegen Kopfschmerzen und für die leichtere „Spencer Tiara“ ihrer Familie entschied. Nach der Scheidung von Charles und Diana bekam Elizabeth II. die „Chambridge Lover’s Knot Tiara“ zurück – sie läge also für Kates großen Tag bereit. Ein gutes Omen wäre sie mitnichten.

Ansonsten hilft bei der Auswahl ein Blick in den Tower. Dort horten die Windsors ihre unschätzbar wertvollen Kronjuwelen und lassen sie streng bewachen, wie jeder Tourist weiß, der schon einmal auf dem Rollband an ihnen vorbeigefahren ist. Im Tower ließen sich einige Stücke für Kate finden, die jahrelang nicht in der Öffentlichkeit zu sehen waren. Seit 1940 liegt dort die „Duchess of Teck Diamond Tiara“ unter Verschluss, ein neoklassizistisches Krönchen, das Queen Mary 1897 erhielt. Der lustige – und volksnahe – Name spricht für „The Girls of Great Britain and Ireland“, für das Diadem bat ein Komitee die britischen und irischen Mädchen um Spenden. Queen Mary erhielt es 1893 zur Hochzeit und schenkte es ihrer Enkeltochter Elizabeth zu deren Hochzeit 1953. Allerdings setzt diese sich damit bis heute selbst gern in Szene.

In diversen Internetforen und Wettbüros läuft die Kopfsache für Kate auf die „Strathmore Rose Tiara“ hinaus. Das florale Modell war ein Hochzeitsgeschenk des Earl of Strathmore an seine Tochter Elizabeth, die spätere Queen Mum, und könnte ein Symbol dafür sein, dass William in seiner Ehe mit Kate an die Regentschaft seiner Urgroßmutter mit George V. anknüpfen möchte: Sie verkörperten eine harmonische Familie, die die Nation auch in Kriegs- und Krisenzeiten einte.

Das klingt nach weniger Glamour, sicher, aber auch nach weniger Drama als in den vergangenen Jahren.

Tatjana Riegler

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