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Panorama Junge Patientinnen in Klinik vergewaltigt
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13:27 25.06.2013
Ein 35 Jahre alter Krankenpfleger soll zwischen 2009 und 2013 in dem Klinikum junge Patientinnen narkotisiert und missbraucht haben. Quelle: dpa
Hildesheim

 Ein Krankenpfleger aus Hildesheim wird wegen einer Serie von Vergewaltigungen in einer Klinik angeklagt. Der 35-Jährige soll zwischen 2009 und 2013 im Klinikum Hildesheim junge Patientinnen narkotisiert und missbraucht haben. Außerdem filmte der Mann seine Taten, teilte die Staatsanwaltschaft Hildesheim am Dienstag mit. In weiteren Fällen soll der Mann die Geschlechtsteile von zuvor betäubten Patientinnen fotografiert haben. Außerdem wird ihm vorgeworfen, acht Mal junge Frauen auch in verschiedenen Wohnungen betäubt und missbraucht zu haben.

Insgesamt wird der Mann wegen Vergewaltigung in 13 und sexueller Nötigung in 7 Fällen angeklagt. Der Fall war im März bekannt geworden - die Fahnder waren dem Mann auf die Spur gekommen, als sie in einem anderen Ermittlungsverfahren Datenmaterial bei ihm sicherstellten. Bei der Auswertung stießen sie auf Videos, die den Missbrauch von Patientinnen zeigten. Der Kinderkrankenpfleger räumte alle Vorwürfe ein, er sitzt seit dem 6. März sitzt in Untersuchungshaft.

Zum Verhängnis seien dem 35-Jährigen seine Videos geworden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim, Christina Pannek. Darauf seien sämtliche Verbrechen festgehalten. Bei den Taten in der Klinik sei der Mann fast immer nach demselben Schema vorgegangen. Wenn er nachts mit den Kindern und Jugendlichen alleine auf der Station war, betäubte er die Opfer mit einem Narkosemittel. Dann verging er sich an ihnen und ließ dabei die Videokamera laufen.

Weil der Mann den Opfern das Gesicht mit Tüchern abgedeckt hatte, sei es nicht möglich gewesen, alle Betroffenen zu identifizieren, sagte Pannek. Auf der Station waren Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren untergebracht.
Neben den Verbrechen in der Klinik werden dem 35-Jährigen Vergewaltigungen junger Frauen in mehreren Privatwohnungen vorgeworfen. Der Mann habe sich dabei wiederholt als Arzt ausgegeben, der den Frauen Blut abnehmen und dies für Ausbildungszwecke filmen wollte. Tatsächlich habe er den Opfern Narkosemittel verabreicht, sie dann missbraucht und die Taten gefilmt.

Die Staatsanwaltschaft hat ein psychiatrisches Gutachten über den 35-Jährigen in Auftrag gegeben.

dpa

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