Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Inferno in Tianjin trifft auch VW
Mehr Welt Panorama Inferno in Tianjin trifft auch VW
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 13.08.2015
Auf einem Parkplatz nahe des Explosionsortes wurden nach Medienangaben mehr als 2700 fabrikneue Volkswagen vernichtet. Quelle: dpa

Tausende ausgebrannte Autos, zerstörte Häuser und Schiffscontainer und ein verzweifelter Kampf gegen lodernde Flammen: In der chinesischen Hafenstadt Tianjin haben mehrere gewaltige Sprengstoff-Explosionen am Donnerstag ein Inferno ausgelöst. Nach Angaben staatlicher Medien starben mindestens 44 Menschen, mehr als 500 wurden verletzt und zahlreiche weitere noch in dem anhaltenden Chaos vermisst.

Die Explosionen ereigneten sich laut Xinhua gegen 23.30 Uhr Ortszeit (18.30 Uhr MESZ) im Industriegebiet Binhai in einem Lagerhaus für Gefahrgut. Nach Angaben von Augenzeugen stieg ein riesiger Feuerball von bis zu hundert Metern Höhe über dem Explosionsort auf, Trümmer regneten auf die Millionenstadt nieder. Noch in drei Kilometern Entfernung barsten Fensterscheiben durch den Druck der Detonationen. Unter den Toten waren auch zwölf Feuerwehrleute.

Brand "in Anfängen unter Kontrolle"

Eine große Zahl von Feuerwehrkräften war nach Angaben der örtlichen Behörden wegen eines Brandes schon vor den Explosionen vor Ort gewesen. Die erste hatte nach Angaben der chinesischen Erdbebenwarte die Kraft von drei Tonnen TNT, während die zweite Explosion der Detonation von 21 Tonnen des Sprengstoffs entsprochen habe.

Etwa tausend Feuerwehrleute und mehr als 140 Feuerwehrwagen waren noch am Donnerstagnachmittag in dem Industriegebiet im Einsatz. Der Brand sei "in Anfängen unter Kontrolle" gebracht, berichtete Xinhua unter Berufung auf das chinesische Ministerium für öffentliche Sicherheit. Weiterhin stieg über dem Unglücksort dichter Rauch auf.

Von den hunderten Verletzten befanden sich nach Angaben der Behörden mehr als 50 in lebensbedrohlichem Zustand. Mehr als 20 Menschen wurden laut Xinhua noch vermisst. In dem Industriegebiet bot sich ein Bild der Zerstörung: Behelfsmäßige Behausungen von Bauarbeitern wurden durch die Explosionen zerstört, von manchen Gebäuden blieben nur Stahlskelette. Auch anliegende Bürohäuser wurden beschädigt, Schiffscontainer stürzten um und verbrannten.

"Gesundheitsschädliche Chemikalien" in der Luft

Binhai ist auch ein wichtiger Umschlagplatz für Neuwagen aus dem Ausland. Bei den Explosionen wurden nach Angaben örtlicher Medien mehr als 2700 Neuwagen des Autoherstellers Volkswagen und mehr als tausend Autos des französischen Herstellers Renault zerstört. Die Unternehmen bestätigten die Berichte zunächst nicht. Die genaue Ursache der Detonation war zunächst unklar.

Leitende Mitarbeiter der Logistik-Firma, der die Lagerhäuser gehören, wurden festgenommen. Der Leiter der Umweltbehörde von Tianjin, Wen Wurui, sagte, dass "giftige und gesundheitsschädliche Chemikalien" in der Luft gemessen worden seien, aber nicht erheblich über den Grenzwerten.

Das Industrie- und Handelszentrum Tianjin liegt rund 140 Kilometer südöstlich von Chinas Hauptstadt Peking. Eine Schnellbahnstrecke verbindet die beiden Städte in nur 30 Minuten. Mit knapp 15 Millionen Einwohnern ist Tianjin eine der größten Städte des Landes.

afp

Urlauber sollen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln künftig eine Abgabe zahlen – und zwar ein bis zwei Euro pro Tag. Trotz aller Bedenken hält die Regionalregierung an diesem Vorhaben fest.

13.08.2015
Panorama Nachwuchs bei den Schneeleoparden - Ein "Wolke" für den Kölner Zoo

Barid ist die neue Attraktion im Kölner Zoo. Der acht Kilogramm schwere Schneeleopard darf drei Monate nach seiner Geburt ins Freigehege - und sorgt dort mit seiner Tapsigkeiten für Aufsehen.

13.08.2015
Panorama Wetter in Deutschland - Hitze lässt Wasserrohre brechen

Am Freitag ist es mit der extremen Hitze erst mal vorbei. Gewitter bringen die ersehnte Abkühlung nach Deutschland. Die Auswirkungen des "Super-Sommers" werden derweil immer kurioser: In einer 70.000-Einwohner-Stadt in Bayern ist die Wasserversorgung bedroht.

13.08.2015