Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Ehemaliger Industriemanager Klaus Liesen ist tot
Mehr Welt Panorama Ehemaliger Industriemanager Klaus Liesen ist tot
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:48 30.03.2017
Klaus Liesen Quelle: dpa
Essen/Wolfsburg

Klaus Liesen, über viele Jahre hinweg einer der einflussreichsten Aufsichtsräte in der deutschen Wirtschaft, ist tot. Der Energieexperte und langjährige VW-Aufsichtratschef starb am Donnerstag im Alter von 85 Jahren, wie der Energiekonzern Uniper am Abend in Düsseldorf mitteilte.

"Herr Liesen ist  im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen", sagte ein Sprecher des Unternehmens. In Uniper ist die Essener Ruhrgas AG aufgegangen, deren Vorstandschef Liesen von 1976 bis 1996 war. Beim Autobauer VW stand er von 1987 bis 2002 an der Spitze des Aufsichtsrates. Auch Volkswagen würdige seine Verdienste. "In 15 Jahren an der Spitze des Aufsichtsrates hat er in den 1980er und 90er Jahren wesentlich zur Expansion und Internationalisierung des Konzerns beigetragen", erklärte VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch.

Mit seiner unternehmerischen Erfahrung, seiner klugen und immer diplomatischen Art habe er sich hohen Respekt und Anerkennung erworben. "Für uns war es eine echte Bereicherung, ihn bis zuletzt als Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrates an unserer Seite zu wissen", betonte Pötsch. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) bezeichnete Liesen als eine "große Führungspersönlichkeit des Ruhrgebiets". "Klaus Liesen war einfach ein brillanter Mann", sagte DSW-Präsident Ulrich Hocker der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend. Die schwierige Übernahme von Ruhrgas durch den Energiekonzern Eon "war nur möglich dank seiner Verbindungen", erläuterte Hocker.

Der studierte Jurist und gebürtige Kölner gehörte zahlreichen Kotrollgremien an, so dem Aufsichtsrat des Versicherungsriesens Allianz und des Reisekonzerns Tui. Er galt als "Graue Eminenz mit den entscheidenden Kontakten". Der Manager musste in seiner Karriere immer wieder Fingerspitzengefühl und Durchsetzungsvermögen zeigen.

Im Kontrollgremium von VW trug er mit diskreten Vermittlungen zu einer außergerichtlichen Beilegung einer jahrelangen Kontroverse zwischen VW und General Motors bei. Hintergrund war der Vorwurf der Veruntreuung von Firmeninterna von GM durch den Anfang der 1990er Jahre zu VW gewechselten ehemaligen GM-Vorstand José Ignacio López de Arriortúa. Der ausgehandelte Vergleich sah unter anderem die Zahlung von 100 Millionen Dollar Schadenersatz durch den VW-Konzern vor.

dpa

Das Naturhistorische Museum in Braunschweig widmet mit „Jurassic Harz“ dem Langhalsdinosaurier eine eigene Ausstellung. Nie zuvor sind nach Angaben des Museums so viele fossile Original-Knochen dieser Art in einer Schau präsentiert worden.

02.04.2017

Die Mutter von Natalie Volk begleitete ihre Tochter nach Australien, als diese in der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ mitmachte. Zu dieser Zeit war die Lehrerin aber Krankgeschrieben. Sie wurde nun zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt.

30.03.2017

Experten haben einen Torpedo aus dem Zweiten Weltkrieg am Donnerstag auf der Insel Wangerooge gesprengt. Er war am Mittwoch auf der Seeseite bei Sondierungsarbeiten zur Aufschüttung des Strandes mit Sand entdeckt worden. 

30.03.2017