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Panorama Mann beleidigt Königshund – Haftstrafe droht
Mehr Welt Panorama Mann beleidigt Königshund – Haftstrafe droht
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16:40 15.12.2015
Thailands König Bhumibol Adulyadej mit seinem Lieblingshund (Archivbild von 2013). Quelle: EPA/STR THAILAND OUT
Bangkok

Wegen eines "satirischen" Facebook-Eintrags werde dem Mann Majestätsbeleidigung, Volksverhetzung und Computerkriminalität vorgeworfen, sagte seine Anwältin, Pawinee Chumsri, in Bangkok. Allein auf Majestätsbeleidigung stehen in Thailand bis zu 15 Jahre Haft. Insgesamt drohen dem 27-jährigen Thanakorn Siripaiboon 37 Jahre Gefängnis.

Mann klickte auf "Gefällt mir"

Die Vorwürfe beziehen sich auf eine Veröffentlichung im Online-Netzwerk Facebook am 6. Dezember. Thanakorn hatte dort ein manipuliertes Foto vom Hund des 88-jährigen mit "Gefällt mir" markiert und das Bild mit seinen Freunden "geteilt". Außerdem teilte er eine Infografik über die zunehmende Korruption bei der in Thailand herrschenden Militärjunta.

Der König wird zutiefst verehrt

Thailand zählt zu den Ländern mit der strengsten Gesetzgebung für Majestätsbeleidigung weltweit. Der kränkelnde König Bhumibol wird zutiefst verehrt. Wer ihn, seine Frau oder den Thronfolger beleidigt, muss mit bis zu 15 Jahren Haft für jeden Anklagepunkt rechnen.

Ermittlungen sogar gegen US-Botschafter

Seit der Machtübernahme der Junta im vergangenen Jahr wurde die Verfolgung von Majestätsbeleidigung nochmals verstärkt. Sogar gegen den US-Botschafter in Thailand wird ermittelt, nachdem er sich in einer Rede besorgt über die oft langen Haftstrafen für Kritiker geäußert hatte.

König Bhumibol ist der am längsten amtierende Monarch der Welt. Ein Zeichentrickfilm über seinen Lieblingshund, einen auf der Straße aufgelesenen Streuner namens Tongdaeng, ist derzeit ein Kassenschlager in den thailändischen Kinos.

afp/wer

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