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Panorama Kormorane dürfen weiter geschossen werden
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19:28 27.10.2016
Hannover

Kormorane dürfen in Niedersachsen weiter bejagt werden. Der Landtag stimmte am Donnerstag dafür, die Kormoranverordnung um drei Jahre zu verlängern. Damit können die Vögel auch künftig an allen Binnengewässern mit Fischereirecht und Teichwirtschaft jeweils im Zeitraum vom 1. August bis 31. März abgeschossen werden. Ursprünglich sollte die 2011 erlassene Kormoranverordnung zum Ende des Jahres auslaufen. "Im Kern geht es um die Frage: Wer frisst den Fisch - der Mensch oder der Kormoran?", sagte Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne). Fischer machen die besonders geschützte Vogelart für den Verlust großer Mengen an Aal, Zander und Hecht verantwortlich. Ein erwachsener Kormoran frisst am Tag etwa 500 Gramm Fisch.

Negative Auswirkungen der Verordnung auf den Kormoranbestand seien bislang nicht erkennbar, sagte Wenzel. Sie habe aber bei der Abwendung wirtschaftlicher Schäden geholfen. Da das Material dazu jedoch lückenhaft sei, sollten in den kommenden drei Jahren unter Federführung des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) Daten gesammelt werden, um die Wirkung der Verordnung zu überprüfen. Zudem soll es künftig verboten sein, brütende Tiere zu schießen. "Heute ist ein guter Tag für die niedersächsischen Fischer und Teichwirte", bilanzierte der CDU-Abgeordnete Hans-Joachim Deneke-Jöhrens. Der Kormoran gefährde die Artenvielfalt in den Gewässern.

Nach Angaben des Abgeordneten Hans-Joachim Janßen (Grüne) sind in den vergangenen Jahren in Niedersachsen etwa 1500 bis 1900 Kormorane jährlich abgeschossen worden. Janßen wies darauf hin, dass es keine ausreichenden Daten zur Fraßschäden und Bestandsgefahr für Fische gebe. Dies hatte auch der Naturschutzbund Niedersachsen kritisiert. "Keine wissenschaftliche Untersuchung konnte bisher Schäden an der Fischfauna natürlicher Gewässer nachweisen. Eine Bedrohung von heimischen Fischarten kann also nicht als Begründung für die Komoranverfolgung herhalten", sagte der Nabu-Vorsitzende Holger Buschmann. Der FDP-Abgeordnete Gero Hocker warf den Naturschutzverbänden vor, sie setzten sich für werbewirksame Tiere wie Wolf und Kormoran stärker ein als für ebenfalls gefährdete Fische, deren Bestand auch geschützt werden müsse.

dpa

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