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Panorama In 78 Tagen um die Welt
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18:13 19.09.2017
Am Ziel: Mark Beaumont wird in Paris als großer Sportler empfangen.  Quelle: Screenshot
Hannover

 Es gibt Begebenheiten, die lassen selbst einen Science-Fiction-Roman ziemlich alt aussehen. 1873 erschien der Roman „In 80 Tagen um die Welt“ des berühmten französischen Romanciers Jules Verne. Und so waghalsig und hektisch, wie die britische Hauptfigur Phileas Fogg im Buch reist, so unwahrscheinlich war es zu dieser Zeit auch, mit Eisenbahn und Dampfschiff die gesetzte Zeitmarke für eine Weltumrundung zu halten. 144 Jahre später hat Mark Beaumont – auch ein Brite – gezeigt, dass es noch schneller geht: In nur 78 Tagen, 14 Stunden und 14 Minuten schaffte er die Weltumrundung – und zwar auf dem Fahrrad.

„Es zeigt, das möglich werden kann, was unmöglich scheint“, sagte Beaumont bei seiner Ankunft in Paris – der Idealist Jules Verne, der Beaumont zu dieser Tour inspirierte, hätte es nicht besser niederschreiben können. Täglich saß der 34-Jährige aus dem schottischen Edinburgh etwa 16 Stunden im Sattel; nur etwa 5 Stunden Schlaf je Nacht gönnte er sich. Rund 29 000 Kilometer legte er auf allen Kontinenten zurück; durchquerte vom Start in Frankreichs Hauptstadt kommend Russland und Sibirien, die Mongolei, China, Australien, Kanada und die USA. Die Ozeane überquerte er per Flugzeug.

„Das war zweifelsohne die härteste Herausforderung, die ich jemals meinem Körper und meiner Psyche zugemutet habe“, sagte Beaumont, der im Gegensatz zu Fogg unbehelligt radeln konnte. Die Romanfigur hingegen muss sich mit einem Detektiv herumschlagen, der ihn für einen Bankräuber hielt, erlebte Raubüberfälle, eine Meuterei und rettete in Indien eine Frau vor dem Scheiterhaufen.

Dafür hat Beaumont seine Konkurrenz alt aussehen lassen: Die bisherige Bestmarke für eine Weltumrundung per Fahrrad lag bei 123 Tagen. Ob der Schotte, wie Fogg im Roman, auf der Weltumrundung auch die Liebe seines Lebens gefunden hat, ist nicht bekannt.

Von Alexander Dahl/RND

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