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Panorama Hurrikan rast auf Inselparadies zu
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17:36 13.10.2016
Mächtige Gefahr: Mit über 200 Stundenkilometern rast Hurrikan „Nicole“ auf die Bermudainseln zu. Quelle: NOAA
Hamilton

Bermuda rüstet sich für den schweren Hurrikan „Nicole“. Erste Ausläufer haben die Inselgruppe bereits erreicht. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte bereiten sich auf die Ankunft des Sturms vor. „,Nicole’ ist eine ernsthafte Bedrohung für Bermuda“, sagte Sicherheitsminister Jeff Baron. „Es ist sehr wichtig, dass die Bewohner ihre Häuser sichern und sich vorbereiten.“

Die totale Verzweiflung: Ein Mädchen in Haiti weint, hinter ihr liegt ihre Heimat in Trümmern. Quelle: afp

Geschäfte, Büros und Schulen sollten bis mindestens Freitag geschlossen bleiben. Airlines sagten ihre Flüge nach Bermuda ab, der Bus- und Fährverkehr wurde eingestellt. „Niedrig liegende Gebiete könnten überschwemmt werden“, warnte die Direktorin des Wetterdienstes, Kimberly Zuill.

Welche Schäden die Hurrikans im Stande sind anzurichten, zeigt sich in Haiti. Nach Hurrikan „Matthew“ benötigen 1,4 Millionen Menschen in dem bitterarmen Karibikstaat dringend Hilfe. Nach Angaben des Zivilschutzes kamen 473 Menschen in dem Wirbelsturm ums Leben. Rettungskräfte vor Ort sagten, die Zahl der Todesopfer werde voraussichtlich noch steigen.

Verteilung von Hilfsgütern läuft nur schleppend an

Die Verteilung der Hilfsgüter lief zunächst nur langsam an. In der Stadt Jérémie war fast jedes Haus zerstört, die Menschen hatten nichts zu essen. „Die Hilfsgüter erreichen uns nach und nach, aber die Verteilung ist eine riesige logistische Herausforderung“, sagte Holly Frew von der Hilfsorganisation Care.

Auf der Suche nach Alltag: Im Südwesten Haitis baden die Hurrikanopfer im Fluss. Quelle: afp

Die US-Hilfsagentur USAID flog 480 Tonnen Hilfsgüter in die Region, aus Frankreich trafen zwei Transportflugzeuge mit Rettungskräften und Material in Haiti ein. Aufgrund der starken Beschädigung der Infrastruktur in der besonders stark betroffenen Region im Südwesten gelangten Lebensmittel, Wasser und Hygieneartikel allerdings nur langsam zu den Menschen.

Zudem wächst die Angst vor Cholera. 510 Infektionen wurden bereits registriert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schickte eine Million Impfdosen gegen Cholera in das Katastrophengebiet. „Das Wichtigste ist, die Menschen mit sauberem Trinkwasser zu versorgen und die Abwasserentsorgung zu verbessern“, sagte WHO-Cholera-Experte Dominique Legros.

Bei einer Cholera-Epidemie nach dem schweren Erdbeben 2010 waren mehr als 8500 Menschen an der Seuche gestorben. Wahrscheinlich hatten nepalesische UN-Blauhelmsoldaten die Krankheit nach Haiti eingeschleppt.

Von RND/dpa

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