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Panorama Horrorclown zu Freiheitsstrafe verurteilt
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17:31 09.06.2017
„Blanker Horror“: Horrorclowns erschrecken nicht nur Kinder. Quelle: dpa
Recklinghausen

Halloween ist für viele ein Spaß. Für andere ein Horror. Für ein Paar, das den Horror in der Nacht auf den 1. November vergangenen Jahres verbreitet hat, gibt es jetzt ein böses Erwachen: In einem der ersten Strafprozesse gegen sogenannte Horrorclowns ist am Freitag eine Freiheitsstrafe verhängt worden. Angeklagt war ein Paar aus dem nordrhein-westfälischen Datteln. Wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr wurde eine 35-jährige Frau zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, ihr 29 Jahre alter Freund muss 1000 Euro Geldstrafe zahlen. Laut Urteil des Amtsgerichts Recklinghausen vom Freitag waren die Angeklagten im Oktober 2016, neun Tage vor dem Gruselfest Halloween, mit einer Clownsmaske und einer Totenkopfmaske auf eine Straße bei Datteln gesprungen. Dabei wurden mehrere Autofahrer zu riskanten Ausweichmanövern gezwungen.

„Wie die Irren“ aufgeführt

Die Richterin sprach von einem „gefährlichen Schauspiel“. Die Angeklagten seien mehrfach hektisch auf die Straße gesprungen und hätten dabei mit den Händen herumgefuchtelt. Teilweise sollen sie auch auf Motorhauben geschlagen haben. Zeugen hatten im Prozess berichtet, dass sich die Maskierten „wie die Irren“ aufgeführt hätten. Einer sprach davon, dass er den „blanken Horror“ erlebt habe.

Die Angeklagten hatten zu den Vorwürfen geschwiegen. Bei der Polizei hatte der 29-Jährige zuvor ausgesagt: «Es war nicht unsere Absicht, eine Panik auszulösen. Die Sache ist uns unangenehm und tut uns leid.» Dass die Frau deutlich härter bestraft wurde, liegt an ihren Vorstrafen. Zudem war sie laut Urteil die treibende Kraft.

Einige Horrorclowns waren bewaffnet

Rund um Halloween hatten Horrorclowns 2016 ihr Unwesen getrieben. Immer wieder lauerten Maskierte Passanten auf und erschreckten diese. Einige waren bewaffnet und verletzten ihre Opfer. Anfang Mai wurden in Würzburg zwei junge Frauen für solch einen Spuk zu Schmerzensgeld und Jugendarrest beziehungsweise Sozialstunden verurteilt.

Von RND/dpa

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