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Panorama Hohe Zeckenaktivität in Niedersachsen
Mehr Welt Panorama Hohe Zeckenaktivität in Niedersachsen
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17:51 14.07.2010
In Niedersachsen gibt es derzeit eine sehr hohe Zeckenaktivität. Quelle: dpa

„Sie haben sich tief in den Boden zurückgezogen und von der Feuchtigkeit des Schnees profitiert“, sagte der Sprecher der Landesgesundheitsamtes, Holger Scharlach. Besonders in den Morgen- und Abendstunden sind sie auf Wiesen und im Unterholz aktiv. Bislang habe es aber noch keine gemeldeten Fälle von Hirnhautentzündungen gegeben.

Dagegen meldeten sich bei den vier Kliniken in Bremen wegen der Hitze bereits viele Menschen mit Kreislaufbeschwerden. „Wir haben in den letzten Tagen 20 Prozent mehr Patienten. Der Ansturm ist aber noch gut zu schaffen“, sagte Sprecherin Karen Matiszick.

Unter den Hilfesuchenden seien nicht nur ältere Menschen, die zu wenig getrunken hätten und deshalb an Beschwerden litten. Auch viele Jüngere kämen ins Krankenhaus, die bei der Arbeit draußen und in nicht klimatisierten Büros zusammengeklappt seien. „Wir haben aber noch keine kritischen Fälle“, sagte Matiszick.

Im Klinikum Lüneburg litten auch Patienten unter Kreislaufstörungen, berichtete eine Sprecherin. Weil nicht alle Räume klimatisiert seien, habe man Ventilatoren aufgestellt und gebe das Mineralwasser umsonst heraus.

In Braunschweig führt die Hitze offenbar zu Aggressionen: Im Städtischen Klinikum kamen in den vergangenen Tagen vermehrt Menschen in die Notaufnahme, die in gewalttätige Streitereien verwickelt waren.

Das Klinikum Region Hannover und die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) haben dagegen derzeit kaum „Hitzepatienten“ in den Notaufnahmen. „Wir rätseln selber, wieso es keinen zusätzlichen Ansturm gibt“, sagte ein Sprecher der MHH.

„Offensichtlich verhalten sich die Menschen dem Wetter entsprechend und gehen nicht so lange in die Sonne“, mutmaßte die Sprecherin des Klinikums Region Hannover. In den Krankenhäusern achte das Personal besonders darauf, dass gerade ältere Patienten mit zu wenig Durstgefühl genügend trinken.

Die Hitze macht auch der Umwelt zu schaffen. Bei hohen Temperaturen und extremer Sonneneinstrahlungen steigt die Ozonkonzentration. Am vergangenen Samstag wurden in Niedersachsen Höchstwerte gemessen, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums.

Hannover erreichte demzufolge 210 Mikrogramm pro Kubikmeter, Osnabrück 197 Mikrogramm, das Emsland 180 Mikrogramm und in der Lüneburger Heide wurde ein Spitzenwert von 251 Mikrogramm erreicht. Eine Warnung wird ab 240 Mikrogramm pro Kubikmeter ausgesprochen, sagte die Sprecherin. Derzeit liegen die Werte in Hannover bei 109 Mikrogramm, im Emsland bei 119 und in Osnabrück bei 112.

Auch in den nächsten Tagen wird sich das Wetter in Niedersachsen nicht beruhigen. Bereits für Samstag kündigten die Experten des Deutschen Wetterdienstes heftige Stürme und Gewitter an.

dpa

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