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Panorama Höchste Waldbrandgefahr in Niedersachsen zu Ostern
Mehr Welt Panorama Höchste Waldbrandgefahr in Niedersachsen zu Ostern
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22:07 19.04.2011
Von Margit Kautenburger
„Wichtig ist, dass wir schnell sind“: Feuerwehr im Wald. Quelle: dpa

„Wenn kein Regen kommt, wird bis Freitag an manchen Orten die höchste Warnstufe 5 erreicht“, sagt Stefan Fenner, Sprecher der niedersächsischen Landesforsten. Das sei keineswegs ungewöhnlich. Auch in den vergangenen beiden Jahren sei im Frühjahr die höchste Alarmstufe ausgerufen worden. Solange Laub vom Winter im Wald herumliege, komme es bei längerer Trockenheit immer wieder zu Bränden, erklärt Fenner.

Nach Einschätzung der Meteorologen ist auch das sonnige Aprilwetter nichts Außerordentliches. Sicher gehöre dieser April zu den wärmeren, aber der April mache eben, was er will, sagt Uwe Kirsche vom Deutschen Wetterdienst. So habe die Durchschnittstemperatur im April 2009 bei 11,8 Grad gelegen, 2008 bei 7,7 Grad.

Gegen Brände ist Niedersachsen in diesem Jahr besonders gewappnet. Zur Überwachung der Wälder haben die Landesforsten an 17 Standorten 20 Kameras installiert, die einen Rundumblick über zehn Kilometer ermöglichen und Feuer frühzeitig entdecken sollen. „Niedersachsen hat damit das derzeit modernste Feuerüberwachungssystem“, sagt Forstexperte Fenner. Per Digitalfunk werden die Daten ins Behördenzentrum Lüneburg übertragen, dort werten Spezialisten die Bilder aus. „Wichtig ist, dass wir schnell sind“, erklärt Fenner. „Wenn ein Feuer auf Baumkronen übergegriffen hat, ist es kaum noch in den Griff zu kriegen.“

Die Kameras hängen in den besonders gefährdeten Kreisen Celle, Gifhorn, Soltau-Fallingbostel, Lüchow-Dannenberg, Uelzen und Lüneburg. Feuerwachtürme werden dort nicht mehr besetzt. Im Bereich der Polizeidirektion Braunschweig wird auch auf die teuren Überwachungsflüge verzichtet. Die Polizei Lüneburg will hingegen am Donnerstag entscheiden, ob ein Beobachtungsflugzeug startet.

Besonders an Wochenenden und Feiertagen, wenn draußen gefeiert und gegrillt wird, brechen häufig Waldbrände aus. Meist ist Unachtsamkeit die Ursache. Die Polizei warnt daher dringend davor, im Wald zu grillen oder zu rauchen. Schon eine weggeworfene Kippe oder auch eine Glasflasche kann zur Katastrophe führen. Autos sollten nicht auf Grasflächen abgestellt werden. Die traditionellen Osterfeuer gelten hingegen als wenig gefährlich. Diese dürften nur in 100 Meter Entfernung von Wald abgebrannt werden, und die Feuerwehr sei immer dabei.

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