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Panorama Hitzewelle sorgt für Brandgefahr und Gratiswasser
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18:08 09.07.2010
Quelle: dpa

Seit Tagen leiden Menschen, Tiere und Pflanzen unter den tropischen Temperaturen in Niedersachsen und Bremen. In den Wäldern herrscht akute Brandgefahr und einige Badeseen sind gesperrt. Das höchste Feuerrisiko sieht der Deutsche Wetterdienst (DWD) zur Zeit im östlichen Niedersachsen an der Grenze zu Brandenburg. Für die Städte Celle, Bergen, Faßberg, Lüchow und Wittingen-Vorhop haben die Wetterexperten aus Frankfurt/Main bereits die höchste Warnstufe ausgerufen.

Das Landwirtschaftministerium in Hannover erklärte am Freitag in Hannover, die Wälder würden derzeit „stärker beobachtet“. Bislang sei es aber noch nicht zu größeren Bränden gekommen. Waldbesucher werden gebeten, keine Zigarettenkippen, Glasscherben oder andere leicht entzündliche Stoffe im Wald zurückzulassen.

Erfrischung finden die Menschen zumeist nur noch in Gewässern. Einige Badeseen hat das niedersächsische Gesundheitsministerium jedoch wegen Blaualgen gesperrt. Betroffen ist der Dümmer See an den Badestellen Lembruch und Hüde, der Banter See bei Wilhelmshaven an der Stelle Klein Wangerooge sowie der Helenensee bei Großenkneten.

Die Deutsche Post hat ein Einsehen mit ihren Mitarbeitern in der prallen Sonne und verteilt an ihre Briefträger in Niedersachsen und Bremen kostenlos Wasser. „In manchen Stützpunkten stellen die Leiter auch kalten ungesüßten Tee bereit“, erläuterte Unternehmenssprecher Jens-Uwe Hogardt. Viele Zusteller seien zu Fuß oder mit dem Rad bis zu 15 Kilometer unterwegs.

Besonders betroffen von der Hitze sind die Tiere auf den oft ausgetrockneten Weiden. „Kühe fühlen sich im Schatten wohler als in der prallen Sonne“, sagte Landvolk-Sprecherin Gabi von der Brelie. Daher finde man bei heißem Wetter kaum Rindvieh auf den Wiesen. Die Tiere hielten sich lieber in den offenen modernen Stallanlagen auf, die oft auch zusätzlich belüftet seien. Im Zoo Hannover bekommen die Eisbären eimergroße Eisbomben. Unter anderem werden kleine Rindfleischstückchen in einen Zehn-Liter-Eimer gelegt, mit Wasser übergossen und dann tiefgefroren.

Freude kommt dagegen bei den Freibad-Betreibern und der Tourismusbranche auf. „Wir erwarten wirklich sehr viele Besucher - gerade bei dem tollen Wetter“, sagte Katja Benke vom Marketing der Nordsee GmbH in Schortens (Kreis Friesland). Wegen der Sommerferien sei sowieso schon viel los, vor allem auf den Ostfriesischen Inseln. Spontan-Urlauber hätten jedoch noch Chancen, eine Unterkunft zu finden. „Allerdings sollte man nicht blind losfahren, sondern vorher nachfragen“, empfahl die Tourismus-Expertin.

Angesichts der hochsommerlichen-Temperaturen müssen auch Mitarbeiter der Berentzen-Softdrinktochter Vivaris Überstunden einlegen. Das Unternehmen fahre bei Sprudel und Co. derzeit Sonderschichten und fülle sogar an den Wochenenden ab, sagte Berentzen-Sprecherin Michaela Hoffmann. Noch gebe es genügend Gefäße zum Abfüllen. Das könne sich aber ändern, wenn die Hitzeperiode noch lange andauert.

Selbst wenn die Branche etwas anderes vermuten lässt: Auch die Mitarbeiter des Tiefkühlkostherstellers Frosta in Bremerhaven kommen zurzeit ordentlich ins Schwitzen. „Wir haben keine Klimaanlage“, sagte Vorstandsmitglied Hinnerk Ehlers. Von einem Ausflug in die Kühlregale rät er aber ab: minus 28 Grad seien definitiv zu kalt.

dpa

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