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Panorama Hitze im defekten ICE lässt Schüler kollabieren
Mehr Welt Panorama Hitze im defekten ICE lässt Schüler kollabieren
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12:15 11.07.2010
Einsatzkräfte warteten bereits am Bielefelder Hauptbahnhof auf die kollabierten Passagiere. Quelle: dpa

Ein Bahnsprecher sagte am Sonntag, in Hannover seien die Fahrgäste zweier ICE auf andere Züge verteilt worden. In Bielefeld sei ein weiterer Zug evakuiert worden, weil die Klimaanlage aufgrund der hohen Temperaturen nicht mehr funktionierte.

In dem Zug, der in Bielefeld gestoppt wurde, waren nach einem Bericht des „Westfalenblatts“ 27 Schüler wegen der extremen Hitze zusammengebrochen. Sie waren auf dem Rückweg von einer Klassenfahrt aus Berlin. Reisende berichteten, im völlig überfüllten Zug hätten Temperaturen über 50 Grad geherrscht. „Das war wie in einer Sauna“, sagte ein 16-jähriger Schüler der Zeitung. In den Waggons am Ende des Zuges seien viele Menschen umgekippt und hätten sich auf den Boden legen müssen. Die Mutter eines kleinen Jungen habe in ihrer Verzweiflung versucht, während der Fahrt mit dem Nothammer eine Scheibe im Zug einzuschlagen, damit ihr kurz vorm Kollaps stehender Sohn Luft bekam.

Als der Zug am Sonnabend kurz nach 19 Uhr in Bielefeld stoppte, waren Feuerwehr und Rettungsdienst mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Hitzeopfer zu betreuen. Die meisten Betroffenen waren Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren aus Willich und Remscheid, wie das „Westfalenblatt“ weiter berichtete. Sie wurden noch auf dem Bahnsteig mit Kochsalzinfusionen versorgt. Neun Schülerinnen mussten dem Bericht zufolge mit Kreislaufproblemen in Bielefelder Krankenhäuser gebracht werden. Für die übrigen Schüler organisierte die Bielefelder Feuerwehr demnach klimatisierte Omnibusse, die die Jugendlichen und ihre Lehrer in der Nacht zum Sonntag nach Hause brachten.

„Es tut uns sehr leid, wenn aufgrund sehr hoher Temperaturen Klimaanlagen ausfallen“, sagte der Bahnsprecher. Nähere Angaben zu dem Vorfall in Bielefeld konnte er nicht machen. Die Deutsche Bahn arbeite auch über Nacht daran, die defekten Züge wieder in Ordnung zu bringen, sagte der Sprecher. Die Fahrgäste der beiden ICE-Züge, die am Sonnabend in Hannover evakuiert werden mussten, seien im Bahnhof vom Technischen Hilfswerk (THW) und bahneigenen Einsatzkräften betreut und mit Getränken versorgt worden. Sie wurden auf andere Züge verteilt und konnten ihre Fahrt fortsetzen.

afp/dpa

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