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Panorama Der erste Robo-Tramp
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06:49 01.08.2014
Trampt durch Kanada: der „HitchBot“. Quelle: dpa
Halifax

Es dürfte der seltsamste Anhalter auf Kanadas Straßen sein: ein buntes Konstrukt aus Schwimmnudeln, Gummistiefeln, Handschuhen, einem Eimer und einer Kuchenhaube. „HitchBot“, Kunstprojekt und Roboter, fährt in diesem Sommer per Anhalter 7000 Kilometer einmal quer durch Kanada.

Er sei der erste trampende Roboter überhaupt, sagen die Erfinder über das skurrile Kerlchen. „Wir wollen Roboter in Situationen einbauen, in denen man sie sonst nicht erwarten würde, und damit Diskussionen anregen“, sagt die Kommunikationsprofessorin Frauke Zeller von der Universität Toronto. „Außerdem geht es natürlich um die Interaktion zwischen Mensch und Roboter.“

Die Forscher haben „HitchBot“ einfach an die Straße gestellt, wer ihn findet, kann ihn mitnehmen und irgendwo wieder absetzen. Auf der Rückseite findet sich eine Betriebsanleitung. „HitchBot“ spricht mit einer Stimme ähnlich der eines Navigationsgerätes, verfügt über eine Spracherkennung, sendet hin und wieder Fotos auf seine eigene Internetseite und meldet per GPS ständig seine Position. Wer will, kann dem Roboter eine Geschichte erzählen, die der dann aufnimmt. Angetrieben wird „HitchBot“ über Solarzellen oder über den Zigarettenanzünder. Die Unterhaltung funktioniert zwar nicht ganz flüssig, weil seine Antworten vorgefertigt sind und er durcheinanderkommt, wenn zu viele Menschen auf ihn einreden. Dafür kann der Roboter auf Wikipedia zugreifen, also fast jede Frage beantworten, indem er Artikel vorliest. Aber man kann ihm auch einfach sagen, dass er still sein soll.

In sozialen Medien berichten schon viele Autofahrer begeistert von ihren Begegnungen mit „HitchBot“ – und täglich werden es mehr.

dpa

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