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Panorama Hertha-Fahrer schaute direkt in die Pistole
Mehr Welt Panorama Hertha-Fahrer schaute direkt in die Pistole
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14:28 10.08.2015
Hertha BSC veröffentlichte dieses Foto auf Twitter: Ein Motorradfahrer hat auf den Mannschaftsbus des Vereins geschossen. Das Einschussloch ist auf Kopfhöhe des Busfahrers. Quelle: Hertha BSC/Twitter
Bielefeld

Spieler, Mitarbeiter und Fans von Hertha BSC sind geschockt. Der Schuss auf den Teambus des Berliner Fußball-Bundesligisten vor dem Pokalspiel bei Arminia Bielefeld stellt alle vor eine besondere Herausforderung. "Wenn man sich das Einschussloch ansieht, kann man sich ja vorstellen, was passiert wäre, wenn die Kugel die Scheibe durchdrungen hätte", sagte ein fassungsloser Manager Michael Preetz.

Eine Absage der Partie am Montagabend ist trotzdem nicht geplant. "Das Spiel wird wie geplant stattfinden", sagte ein Polizeisprecher. Allerdings werde der Mannschaftsbus von der Polizei auf dem Weg vom Hotel zum Stadion begleitet. Zu weiteren Vorkehrungen wollten sich die Ermittler nicht äußern.

Fahndung läuft

Am Sonntag hatte ein unbekannter Motorradfahrer einen Schuss auf die Frontscheibe des Busses abgegeben. Das Projektil hinterließ feine Sprünge in der Scheibe, durchschlug sie aber nicht. "Zum Glück ist keiner verletzt", teilte der Berliner Club mit.

Warum der Motorradfahrer nach einem Überholmanöver wendete, dem Fahrer mit Faust oder "Stinkefinger" gedroht und dann gefeuert haben soll, ist nach Polizeiangaben weiter offen. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte der Polizeisprecher. Der Täter werde weiterhin gesucht. Die Polizei bildete eine Ermittlungskommission, die in alle Richtungen ermittle, hieß es in einer Mitteilung am Montag.

Hertha-Manager Preetz hofft, dass der Vorfall keine größeren Auswirkungen auf das Pokalspiel am Abend (18.30 Uhr) haben wird. "Die Mannschaft war im Zug und hat unmittelbar von dem Vorfall nichts mitbekommen", sagte Preetz und appellierte an alle: Man solle "nicht die Tat eines Einzelnen auf das gesamte Spiel herunterbrechen".

Auf Kopfhöhe

Das Foto des Hertha-Busses zeigt ein Einschussloch in der Windschutzscheibe auf Kopfhöhe des Fahrers. Zum Glück drang das Geschoss nicht in den Innenraum. Für den Berliner Busfahrer war es dennoch "ein Riesenschreck", bemerkte Preetz: "Er hat schon viele brenzlige Situationen im Straßenverkehr überstanden, aber er hat noch nie in den Lauf einer Pistole geguckt."

Bielefeld verstärkt Sicherheitsmaßnahmen

Arminia Bielefeld wird nach den Schüssen auf den Mannschaftsbus von Hertha BSC die Sicherheitsmaßnahmen beim DFB-Pokalspiel am Montagabend verstärken. Nach Angaben eines Arminia-Sprechers werden zum Schutz des Teambusses und des Spielerbereiches im Stadion zusätzliche Sicherheitskräfte eingesetzt.

Der Bielefelder Zweitligist hatte sich nach dem Schuss auf den Bus des Bundesligisten "schockiert über den Angriff" gezeigt. "Es ist ein großes Glück, dass der Berliner Kollege unverletzt blieb", hieß es in einer Stellungnahme.

Von Jens Mende und Florentine Dame/wer

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