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Panorama Haftbefehl wegen Mordes nach Bluttat von Lünen
Mehr Welt Panorama Haftbefehl wegen Mordes nach Bluttat von Lünen
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17:45 24.01.2018
Nach der Bluttat herrscht Fassungslosigkeit. Quelle: AP
Lünen

Nach dem tödlichen Messerangriff in Lünen ist gegen den 15 Jahre alten Beschuldigten Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden. Die Untersuchungsrichterin habe die Vollstreckung in einer Haftanstalt angeordnet, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Dortmund mit.

Der Jugendliche soll am Dienstag einen 14 Jahre alten Mitschüler in der Lüner Käthe-Kollwitz-Gesamtschule erstochen haben. Der 15-Jährige war mit seiner Mutter zu einem Gespräch mit einer Sozialarbeiterin in die Schule gekommen.

Tatverdächtiger ist polizeibekannt

Der Jugendliche hatte nach seiner Festnahme gestanden, den Mitschüler in den Hals gestochen zu haben – angeblich, weil dieser seine Mutter mehrfach provozierend angeschaut habe. Nach Angaben der Behörden ist der Junge polizeibekannt gewesen. „Nach Einschätzung der Sozialarbeiterin gilt der 15-Jährige als aggressiv und unbeschulbar“, hatten Polizei und Staatsanwaltschaft mitgeteilt.

In der Gesamtschule versuchten am Mittwochmorgen Schüler und Lehrer gemeinsam, die Trauer über den gewaltsamen Tod eines Mitschülers zu verarbeiten. Der Unterricht begann nach Angaben der Schulleitung zum gewohnten Zeitpunkt. „Den unterrichtlichen Rahmen möchten wir als Schulgemeinde nutzen, um gemeinsam das Erlebte und Geschehene aufzuarbeiten“, erklärte die Schule auf ihrer in Trauerfarben gehaltenen Homepage.

Lehrerverband fordert Unterstützung

Der Deutsche Lehrerverband hat bereits eine breitere Unterstützung für den Kampf gegen Gewalt an Schulen gefordert. „Schule alleine und auf sich gestellt kann wenig bewirken“, sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger. Natürlich könne man mit Ordnungsmaßnahmen arbeiten. Es sei aber klar, dass Eltern mit den Lehrern an einem Strang ziehen und die Politik den Lehrern in solchen Fällen Rückendeckung geben müssten.

Tat des 15-Jährigen eine Ausnahme?

Der Kriminologe Christian Pfeiffer sieht in dem gewaltsamen Tod des 14-jährigen Schülers allerdings einen Ausnahmefall. Alle Statistiken zeigten, dass Gewaltdelikte an Schulen und auch Tötungsdelikte von Jugendlichen extrem rückläufig seien. Daran werde auch die Tat in Lünen nichts ändern, sagte Pfeiffer der dpa. „Egal welche Statistik wir nehmen: Wir gelangen zu der Einschätzung, dass Tötungsdelikte durch junge Menschen eine extreme Ausnahme werden.“

Im aktuellen Fall werde man vermutlich sehr auf den individuellen familiären Hintergrund des mutmaßlichen Täters achten müssen. „Mit der Schule dürfte das wenig zu tun haben, eher mit dem Elternhaus“, sagte Pfeiffer.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert eine spezielle Messer-Statistik in Nordrhein-Westfalen. Gerade 15 bis 25 Jahre alte Männer trügen häufiger ein Messer bei sich, sagte der NRW-Landesvorsitzende der GdP, Arnold Plickert. Er habe den Eindruck, dass sich auch Jugendliche zum Selbstschutz bewaffneten. Sie würden davon ausgehen, dass „jeder ein Messer dabei hat“.

Von RND/dpa

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