Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Großfahndung nach „Facebook-Mörder“
Mehr Welt Panorama Großfahndung nach „Facebook-Mörder“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:40 18.04.2017
Bewaffnet und extrem gefährlich: In den USA ist ein Mann auf der Flucht, der offenbar wahllos einen 74-Jährigen erschossen hat. Die Polizei sucht fieberhaft in den gesamten Vereinigten Staaten nach Steve Stephens.  Quelle: dpa/Cleveland Police
Cleveland

 Er suchte sein Opfer offensichtlich willkürlich aus, stellte ein Video der Tat online und tauchte anschließend ab: Nach der kaltblütigen Ermordung eines Rentners in Cleveland fahnden die Sicherheitsbehörden in den USA landesweit nach dem mutmaßlichen Täter. Auf Hinweise, die zur Festnahme des 37-jährigen Steve Stephens führen, setzte die Polizei eine Belohnung von 50.000 US-Dollar (rund 47.100 Euro) aus. Man lasse nichts unversucht, um ihn zu finden, sagte Clevelands Polizeichef Calvin Williams.

Rätselraten über das Motiv

Stephens soll am Sonntag einen 74 -jährigen Rentner getötet und ein Video der Tat bei Facebook veröffentlicht haben. Über das Motiv herrschte Rätselraten. Es scheint, als habe er sein Opfer auf der Straße nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und kaltblütig erschossen.

Der alte Mann befand sich nach Angaben der Polizei auf dem Heimweg von einem Osteressen mit seinen Kindern, als sich der Mord ereignete.

Medienberichten zufolge fuhr Stephens rechts an den Straßenrand und forderte den Rentner auf, den Namen Joy Lane auszusprechen. „Joy Lane?“, sagte dieser daraufhin fragend. „Ja, sie ist der Grund für das, was Dir jetzt zustößt“, antwortete der mutmaßliche Täter. Er fragte sein Opfer noch nach seinem Alter. Dann drückte er ab.

Mehrere Schulen geschlossen

Eine Frau mit dem Namen Joy Lane erklärte gegenüber dem Sender CBS, sie habe mit dem Verdächtigen über mehrere Jahre eine Beziehung gehabt. Es tue ihr leid, was passiert sei, schrieb sie in einer Kurzmitteilung an den Sender. „Steve ist wirklich ein netter Kerl. (...) Er war freundlich und liebenswürdig zu mir und meinen Kindern.“ Nach Angaben von Polizeichef Williams befand sich die Frau in Sicherheit.

Die Mutter des Verdächtigen sagte CNN, er sei „wütend auf seine Freundin“ gewesen und habe deshalb auf Menschen geschossen. Sie habe am Sonntag mit ihrem Sohn gesprochen. Sie könne nicht glauben, was passiert sei.

Die Sicherheitsbehörden gingen etlichen Hinweisen nach. Mehrere Schulen im benachbarten Bundesstaat Pennsylvania wurden am Montag vorübergehend geschlossen, nachdem der Verdächtigen dort gesehen sein worden soll. Nach Darstellung der Polizei gab es aber keine Erkenntnisse, dass er sich tatsächlich dort aufhielt.

Die Polizei machte unmissverständlich deutlich, dass sie bereit sei, den Flüchtigen zu erschießen, sollte er sich nicht stellen. Diese Botschaft richtete Polizeichef Calvin Williams auch an Freunde und Verwandte des Mannes. „Wenn ihr im helfen wollt, dann tragt dazu bei, dass er sich stellt“, betonte er. Das sei die einzige Möglichkeit für ihn, unversehrt zu bleiben. Williams richtete auch mehrere direkte Appelle an den Verdächtigen, sich zu stellen.

Facebook: Keine Liveübertragung des Mordes

Unterdessen kamen Dutzende Familienangehörige, Freunde und Gemeindemitglieder am Montagabend in Cleveland zusammen, um dem 74-jährigen Opfer zu gedenken. Sie umarmten sich und spendeten sich gegenseitig Trost, während sie zugleich ein Ende der Gewalt auf den Straßen der Stadt forderten. Eine Tochter des Toten sagte, er sei ein freundlicher Mann gewesen und hinterlasse zehn Kinder.

In ersten Berichten hatte es zunächst geheißen, dass die Tat live auf Facebook übertragen wurde. Dies hat das Unternehmen zurückgewiesen: Facebook erklärte, das Video nach dem Mord hochgeladen worden. Der Verdächtige sei zu einem anderen Zeitpunkt auf Facebook live gegangen. Das Video war drei Stunden auf dem sozialen Netzwerk zu sehen, bevor es gelöscht wurde. Auch die Facebook-Seite des Mannes wurde entfernt. „Das ist ein schreckliches Verbrechen, und wir erlauben diese Art von Inhalt nicht auf Facebook“, erklärte das Unternehmen. „Wir arbeiten hart daran, eine sichere Umgebung auf Facebook zu erhalten.“

Mittlerweile hat das Unternehmen Details über den Melde- und Löschvorgang veröffentlicht.

Von dpa/ap/RND/zys

Bisher gehen Feuerwehrleute mit 63 in Rente - doch weil Einsatzkräfte fehlen, soll jetzt die Altersgrenze fallen. Das Landesinnenministerium will den Renteneintritt für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr auf 67 Jahre heraufsetzen.

Gabriele Schulte 17.04.2017

Beim Tod von Prinzessin Diana war Prinz Harry erst zwölf Jahre alt. Unter dem Verlust litt er immens - nun äußert er sich erstmals öffentlich über seine Schwierigkeiten im Umgang mit der Trauer.

17.04.2017

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs nahe einem Supermarkt in der Nähe der portugiesischen Hauptstadt Lissabon sind am Montag fünf Menschen getötet worden.

17.04.2017