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Panorama Größter Marihuana-Einzelfund seit Jahrzehnten
Mehr Welt Panorama Größter Marihuana-Einzelfund seit Jahrzehnten
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16:01 29.06.2017
Bei Marihuana handelt es sich um die getrockneten Blüten der weiblichen Cannabis-Pflanze. Quelle: dpa
Berlin

„Das ist der größte Einzelfund von Marihuana in Berlin seit Jahrzehnten“ sagte Polizeidirektor Olaf Schremm bei der Präsentation des Fundes am Donnerstag. Mindestens seit 1980 habe die Polizei keine so große Menge sichergestellt. Im gesamten Jahr 2015 hatten Fahnder 240 Kilo Marihuana beschlagnahmt, 2016 waren es insgesamt 340 Kilo.

Neben dem Cannabis fanden die Ermittler 16 Kilogramm Amphetamine, 5000 Pillen Ecstasy, 117 Gramm Kokain, sechs Pistolen, eine AK47, eine Pumpgun sowie Munition und Chemikalien zur Herstellung von Amphetaminen. Der Straßenverkaufswert der Drogen und Waffen liegt bei insgesamt etwa drei Millionen Euro. Ein Haftrichter erließ am Donnerstag Haftbefehl gegen den Verdächtigen.

Auch zahlreiche Waffen wurden sichergestellt. Quelle: dpa

Die Polizei hatte einen Hinweis bekommen, dass der 27 Jahre alte Verdächtige mit Kokain deale und ihn daraufhin wochenlang observiert. Er lagerte die Drogen und Waffen in zwei auf ihn zugelassenen Kleinbussen, sogenannten Bunkerfahrzeugen, die er regelmäßig umparkte, um bei Anwohnern keinen Verdacht zu wecken. Als er am Mittwoch in der Witzlebenstraße im Stadtteil Charlottenburg einen der Busse öffnete, schlugen die Beamten zu und nahmen den 27-Jährigen fest.

Die meisten Waffen waren schussbereit

„Wir waren von der Menge selbst überrascht“, sagte Schremm. Zumal der Verdächtige der Polizei zuvor nicht bekannt war und sie zunächst keine Hinweise auf Komplizen hatte. Es sei unwahrscheinlich, dass ein einzelner Mensch eine so große Menge an Drogen verwalte. Über sein Telefon habe der Mann aber nur mit seiner Frau gesprochen, auch sonst hätten die Ermittler bei der Observierung des Mannes keine Kontaktperson festgestellt.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Mannes fand die Polizei allerdings weitere Handys, mit denen er möglicherweise unbehelligt habe telefonieren können. Ermittelt wird nun, ob der Verdächtige Komplizen hatte.

Ob der 27-Jährige mit den Waffen handelte oder sie selbst benutzte, war zunächst unklar. Mindestens vier der Waffen waren als gestohlen gemeldet, die meisten waren schussbereit.

Von RND/dpa