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Panorama Gericht muss im Kronkorkenstreit entscheiden
Mehr Welt Panorama Gericht muss im Kronkorkenstreit entscheiden
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17:30 26.12.2016
Ein kleiner Kronkorken sorgte für ganz viel Streit: Gewinnmotiv der Brauerei. Quelle: Krombacher Brauerei
Arnsberg

Manche Freundschaften zerbrechen an Alkohol, diese zerbrach an einem Kronkorken. Dabei hätte alles so schön sein können: Im Sommer 2015 waren fünf Freunde aus dem sauerländischen Schmallenberg zum Edersee aufgebrochen, um dort das Wochenende zu verbringen. Vier der fünf Bekannten reisten mit dem Motorrad an, ein Fünfter fuhr mit dem Auto und kaufte unterwegs zwei Kästen Bier für alle.

Die Tatsache, dass ausgerechnet der Autofahrer am späteren Abend den Hauptgewinn-Kronkorken einer Autoverlosung der Krombacher Brauerei auf dem Tisch gefunden, entzweite die Freunde nicht nur – sie wird im Februar 2017 nun auch das Amtsgericht Ansberg beschäftigen. Denn eine Mitfahrerin aus der Gruppe will sich mit dem Hauptgewinn ihres Bekannten, der den Kronkorken später eingeschickt und daraufhin den ausgelobten Audi A3 Sportback im Wert von fast 30.000 Eruo erhalten hatte, nicht abfinden und klagt.

Verzwickte Rechtslage um ein Autosymbol

Die Rechtslage scheint verzwickt: Der Beklagte habe das Autosymbol auf der Innenseite des achtlos auf den Tisch geworfenen Kronkorkens zwar entdeckt, die Flasche habe jedoch ein anderer Mitfahrer für ihn geöffnet. Dennoch war für den Beklagten klar: Das ist sein Gewinn.

Nach Auskunft des Gerichtes schildert er auch, dass den anderen dies ebenso klar gewesen sei. Denn: „Es habe keine gemeinsame Freude gegeben. Vielmehr sei der Umtrunk sehr schnell beendet gewesen, weil seine Mitfahrer offensichtlich neidisch auf den Gewinn gewesen wären“, zitierte ein Gerichtssprecher.

Gründeten Freunde eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts?

Die Mitfahrerin fordert nun ein Fünftel des Gewinns und klagte auf 5736 Euro. Sie argumentiert, dass die Freunde vor der Fahrt faktisch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts gebildet hätten, und zwar „mit dem Zweck eines Umtrunkes“. Schließlich seien alle Ausgaben für die Ferienwohnung, Essen und Getränke addiert und durch fünf geteilt worden. Ob das Gericht der Argumentation der Klägerin folgt, ist offen. Gänzlich abwegig scheint deren Sichtweise Gerichtssprecher Johannes Kamp aber nicht. „Es ist nur die Frage, inwieweit man solche rechtlichen Konstrukte auf ganz normale Lebenssituationen übertragen kann.“

Weder Klägerin noch Auto-Gewinner wollten sich zu dem Rechtsstreit äußern. In Schmallenberg ist das Kronkorken-Auto allerdings Dorfgespräch.

Von RND/dpa

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