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Panorama Fünf Jahre Shakespeare in Herrenhausen
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11:19 27.11.2009
Von Stefanie Kaune
Gemeinsam fürs Gartentheater: Kunze, Besemer, Drevermann, Lohmann, Lürig (v. l.). Quelle: Martin Steiner
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Durch dieses Votum der Stadt muss sich das Theater für Niedersachsen (TfN) aus Herrenhausen verabschieden. Dessen Vorläufer, die Landesbühne, hatte das Gartentheater seit 1953 bespielt – von 2003 bis 2008 gemeinsam mit Kunze und Lürig.

„Wir mussten uns entscheiden, weil die Partner von einst nicht mehr zusammenarbeiten wollten“, sagte gestern Kulturdezernentin Marlis Drevermann bei der Präsentation des Musicalkonzeptes in der Schlossküche Herrenhausen. Die Wedemärker Kunze und Lürig hatten vor sechs Jahren mit ihrer Bearbeitung des „Sommernachtstraums“ die Musical­idee ins Gartentheater gebracht und gleich einen Publikumserfolg erzielt. Mit dem TfN hatten sie sich überworfen, als es dieses Jahr statt Shakespeare das Musical „Der geheime Garten“ zeigte.

„Wir sind enttäuscht über die Entscheidung“, sagt TfN-Intendant Jörg Gade. „Es ist bundesweit einmalig, dass ein öffentliches Haus zugunsten eines privaten Unternehmens aus einer Spielstätte gekickt wird“, kritisiert er. Mit dem „Geheimen Garten“ habe man eine Auslastung von 95,6 Prozent erzielt, betont Gade. Von 2010 bis 2014 wollen Kunze und Lürig nun im Wechsel drei Shakespeare-Musicals aufführen – darunter die noch unveröffentlichte Adaption des „Sturms“.

„Wir freuen uns, dass wir wieder in Herrenhausen sind“, sagte Lürig in der Schlossküche. „Das Theater ist ein idealer Ort für Shakespeares Komödien“, meinte Kunze. Auftakt ist am 30. Juli mit dem „Sommernachtstraum“, es gibt 20 Aufführungen. Der „Sturm“ soll 2011 gezeigt werden, zudem haben Kunze und Lürig das Musical „Kleider machen Liebe“ im Angebot. Für die Aufführungen tritt Hannover Concerts erstmals als Produzent auf. „Wir gehen das Risiko ein, weil wir an das Projekt glauben“, sagte Wolfgang Besemer, zusammen mit Michael Lohmann Geschäftsführer des Konzertveranstalters. Mit der Auswahl des Schauspiel- und Bühnenteams will Produktionschef Jürgen Hoffmann ab sofort beginnen. Bisher unterstützen die Marketinggesellschaft HMTG und die Concordia Versicherung die Produktion, die Stiftung der Niedersächsischen Volksbanken und Raiffeisenbanken hat das Autorenhonorar für den „Sturm“ übernommen. Der Vorverkauf für 2010 beginnt heute, Karten gibt für 21 bis 41,50 Euro unter www.hannover-concerts.de und an den bekannten Stellen.

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