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Panorama „Friederike“ fegt über Deutschland
Mehr Welt Panorama „Friederike“ fegt über Deutschland
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11:18 18.03.2018
Bäume und Äste liegen bei Lamspringe (Niedersachsen) auf der ICE-Trasse zwischen Hannover - Göttingen. Quelle: dpa
Offenbach

Orkantief „Friederike“ ist am Donnerstag über Deutschland gefegt. Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr wegen des Orkans „Friederike“ bundesweit eingestellt. Züge, die noch unterwegs sind, sollten aber soweit möglich bis zum Ziel fahren, sagte ein Bahnsprecher. Reisende können ihr Ticket anderweitig nutzen oder stornieren, teilte die Bahn außerdem mit.

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) erreichten Böen Geschwindigkeiten von bis 130 Kilometer pro Stunde. Auf dem Brocken fegten Orkanböen sogar mit 190 km/h. Das Unwetter habe Orkanstärke erreicht, sagte ein DWD-Sprecher. In einigen Bundesländern fiel der Schulunterricht aus. Auch mehrere Flughäfen strichen aus Sicherheitsgründen Verbindungen.

Anlässlich des Sturms kündigten ARD und ZDF Programmänderungen an. Das ZDF berichtete ab 19.20 Uhr über die aktuelle Lage, das Erste sendete im Anschluss an die Tagesschau um 20.15 Uhr einen „Brennpunkt“.

Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben. Auf einem Campingplatz am Rhein bei Emmerich wurde ein 59-Jähriger von einem Baum erschlagen. Er sei sofort tot gewesen. In Lippstadt kam ein 68-jähriger Lkw-Fahrer bei einem sturmbedingten Verkehrsunfall ums Leben. In Thüringen starb ein 28-jähriger Feuerwehrmann im Einsatz. Er wurde bei Aufräumarbeiten in einem Waldstück von einem Baum erschlagen, teilte die Polizei mit. Auch im Sauerland starb ein Feuerwehrmann. In Brandenburg kam laut „rbb“ ein Mann ums Leben, als sein Lastwagen von einer Böe erfasst wurde und von der Fahrbahn abkam.

Entwurzelte Bäume, Stromausfall und Verkehrschaos: Der Orkan „Friederike“ hält das Land in Atem.

„Friederike“ zog am Donnerstag der Vorhersage nach in einem breiten Streifen von Nordrhein-Westfalen und dem südlichen Niedersachsen über Nord- und Mittelhessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Am Nachmittag zog der Orkan bis nach Sachsen und Südbrandenburg. In der Nacht und am Freitag soll das Wetter in Deutschland wechselhaft bleiben, es wird kälter.

In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wurde zuerst der Nah- und Fernverkehr komplett eingestellt, später dann für das gesamte Bundesgebiet. Die noch fahrenden Züge endeten am nächsten Bahnhof, teilte die Bahn mit.

Am Flughafen Düsseldorf wurde bis zum Mittag zunächst 18 Flüge gestrichen, der Flughafen Köln/Bonn stellte den Betrieb zeitweise ganz ein. Am Hamburger Flughafen gab es vereinzelte Ausfälle. Auch am Flughafen München blieben am Morgen Flieger am Boden.

Vielerorts - etwa im Oberharz, Thüringen und in Teilen von Mittelhessen - fiel der Unterricht aus. In vielen Städten in NRW wurden die Schulen am Vormittag geschlossen. In Oberfranken hat die Regierung alle Unterrichtsstunden ab 12 Uhr abgesagt, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte. Häufig war es Eltern freigestellt, ob sie ihre Kinder in die Schule schickten.

Stromausfall in Nordrhein-Westfalen

In Baden-Württemberg hat „Friederike“ neben heftigem Wind Schnee und Glätte gebracht. Auch im Norden fielen Dicke Schneeflocken. In der Nacht hatte es in vielen Teilen Deutschlands zahlreiche Glätteunfälle gegeben.

Bei rund 100.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Bundesländern gab es Störungen und Stromausfälle, teilte der Netzbetreiber „Westnetz“ in Dortmund mit. Grund seien auf Freileitungen gestürzte Bäume.

In Regionen, in denen Orkanböen drohen, empfehlen die Meteorologen, Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Sie warnen vor entwurzelten Bäumen, herabstürzenden Dachziegeln und Schäden an Gerüsten und Hochspannungsleitungen.

Tote auch in den Niederlanden

Auch in Deutschlands Nachbarlanden hat der heftige Sturm bereits Tote gefordert. Zwei Menschen starben in den Niederlanden wegen umstürzender Bäume. Der niederländische Wetterdienst KNMI hat am Donnerstag Alarmstufe Rot für große Teile des Landes ausgerufen. Erwartet wurden Orkanböen mit einer Stärke von bis zu 140 Kilometern pro Stunde. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol waren 250 Flüge gestrichen worden.

Vor genau elf Jahren verwüstete der Orkan „Kyrill“ Teile Deutschlands. Mit mehr als 200 Kilometern pro Stunde fegte „Kyrill“ am 18. und 19. Januar 2007 über Europa hinweg. 47 Menschen sterben, elf von ihnen in Deutschland. Hierzulande fallen dem Naturereignis rund 75 Millionen Bäume zum Opfer, fast die Hälfte aller Schäden verzeichnet Nordrhein-Westfalen. Der hohe Norden bleibt weitgehend verschont.

Von RND/dpa/iro

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