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Panorama Franziskus liegt das Feiern nicht
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11:58 18.12.2016
Strahlendes Geburtstagskind: Papst Franziskus verbringt seinen Geburtstag so gewöhnlich wie möglich. Quelle: afp
Vatikanstadt

Papst Franziskus hat sich an seinem 80. Geburtstag nachdenklich über die eigene Vergänglichkeit gezeigt. „Seit einigen Tagen kommt mir ein Wort in den Sinn, das hässlich scheint: Alter. Es erschreckt zumindest“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Ende einer Messe mit allen in Rom wohnenden Kardinälen im Vatikan. Er hoffe aber, dass auch für ihn gelte, dass das Alter Sitz der Weisheit sei. „Es ist ruhig, das Alter, und fromm“, zitierte Franziskus auf Deutsch den Dichter Friedrich Hölderlin (1770-1843).

Noch vor der Messe in der Paulinischen Kapelle, die gleich neben der weltberühmten Sixtinischen Kapelle liegt, hatte Franziskus in seinem Speisesaal mit acht Obdachlosen gefrühstückt. Die zwei Frauen und sechs Männer stammten aus Italien, Rumänien, Moldau und Peru. Sie brachten dem Papst drei Sträuße Sonnenblumen mit, von ihm bekamen sie argentinische Süßigkeiten.

Routinetermine im Vatikan

Der am 17. Dezember 1936 in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires geborene Jorge Mario Bergoglio gilt nicht als Freund großer Geburtstagsfeiern. Auch am Sonnabend nahm er Routinetermine wahr. Er empfing die Präsidentin von Malta, Marie Louise Coleiro Preca, Kurienkardinal Marc Ouellet und den Bischof von Chur, Vitus Huonder. Angehörige der geistlichen Bewegung Nomadelfia sangen ihm später ein Geburtstagsständchen.

Papst Franziskus empfängt Patienten eines Kinderkrankenhauses. Quelle: afp

Aus aller Welt kamen Glückwünsche: Nach Angaben des Vatikans erhielt Franziskus mehr als 70.000 E-Mails. Die meisten waren auf Englisch, Spanisch und Italienisch geschrieben, viele auch auf Portugiesisch, Französisch, Deutsch und Polnisch – und „mehr als 1000“ auf Latein, das im kleinsten Staat der Welt (0,44 Quadratkilometer) noch immer Amtssprache ist. Zu den prominentesten Gratulanten zählten US-Präsident Barack Obama und der russische Präsident Wladimir Putin.

Der frühere Erzbischof von Buenos Aires war am 13. März 2013 zum Pontifex gewählt worden. Er folgte dem deutschen Papst Benedikt XVI., der zwei Monate vor seinem 86. Geburtstag zurückgetreten war. Auch Benedikt gratulierte am Samstag, nahm aber nicht an der Messe teil.

Von RND/cab

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