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21:44 30.11.2017
Der Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU, Zweiter von links) überreicht den Wissenschaftlern Claudia Gallert (li.), Marion Silies und Tobias Moser den niedersächsischen Wissenschaftspreis. Quelle: dpa
Hannover

Die eine forscht an Bakterien, der andere an der Fähigkeit zu hören: Die Professoren Cladia Gallert von der Hochschule Emden/Leer und Tobias Moser von der Stiftung Universität Göttingen haben in diesem Jahr von Wissenschaftsminister Björn Thümler den Wissenschaftspreis Niedersachsen erhalten. Ihre Preise sind mit jeweils 25.000 Euro dotiert. Als beste Nachwuchswissenschaftlerin wurde bei der Preisverleihung im Landesmuseum Hannover Marion Sillies ausgezeichnet, die ebenfalls an der Stiftung Universität Göttingen tätig ist. Sie erhält für ihre Arbeit an der Verarbeitung visueller Eindrücke des Auges 20.000 Euro Preisgeld. Insgesamt wurden acht Preisträger für ihre Leistungen geehrt.

„Wir ehren mit dem Wissenschaftspreis Niedersachsen herausragende Persönlichkeiten, die nicht nur durch hervorragende Leistungen in Forschung, Lehre oder Studium, sondern auch durch ihr Engagement für ihr Fach und ihre Hochschule überzeugt haben“, sagte Minister Thümler. „Die Auswahl der diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger spiegelt die Qualität des Hochschulstandortes Niedersachsen wider.“ 

Bakterien und Implantate

Gallert hat sich gleich auf zwei Gebieten in der Mikrobiologie verdient gemacht. Zum einen forschte die Professorin aus dem Fachbereich Technik an mikrobiologischen Stoffwechselprozessen, wie sie etwa in Biogasanlagen zur Energiegewinnung genutzt werden. Zum anderen untersuchte sie Bakterien auf ihre Fähigkeit zur Resistenz gegenüber Antibiotika. Mit beteiligt an ihrer Arbeit war unter anderem das Friedrich-Löffler-Institut in Mariensee bei Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover. In einem Verbund aus Universitäten, Unternehmen und Kommunen, Forschungseinrichtungen  und Zweckverbänden engagiert sich Gallert zudem für den Ausbau von Kläranlagen und nachhaltigen Gewässerschutz.

Ihr Göttinger Kollege Moser schaute hingegen tief in die Anatomie der Ohren hinein und gründete auf seinen Erkenntnissen das neue Forschungsfeld Auditorische Neurowissenschaften. Durch sogenannte optische Chochlea-Implantate, bei denen Lichtsignale anstelle von Strom zum stimulieren des Hörnervs genutzt werden, soll Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen eine weitaus bessere Hörqualität ermöglicht werden, als dies bei herkömmlichen Implantaten dieser Art bisher möglich war. Ein weiterer Grund für seine Auszeichnung ist Mosers Fähigkeit, wissenschaftliche und klinische Arbeit zu verbinden und junge Mediziner für die Forschung zu begeistern.

Auch Studenten waren fleißig

Nachwuchspreisträgerin Silies ist in den vergangenen Jahren bereits mehrfach für ihre Arbeit prämiert worden. Die Gruppenleiterin am European Neuroscience Institut der Universitätsmedizin Göttingen erhielt bereits den Schilling Forschungspreis der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft und den Heinz Maier-Leibitz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Neben ihrer Forschung gibt Silies ihr Wissen auch in Lehrveranstaltungen an Studenten weiter.

Jeweils 2500 Euro erhielten die fünf Studenten unter den Preisträgern, die für ihre auffallend guten fachlichen Leistungen und ihr gesellschaftliches Engagement geehrt wurden: Neben den hannoverschen Studentinnen Laura Brinkmann (Hochschule Hannover) und Lucy Icking (Leibniz Universität) waren das Alexander Höreth (Universität Osnabrück), Roman Kirk (Stiftung Universität Göttingen) und Tom Schmidt (Leuphana Universität Lüneburg). 

Die Preisträger wurden allesamt von den niedersächsischen Hochschulen vorgeschlagen und anschließend von einer Kommission ausgewählt. Der Wissenschaftspreis wurde zum bereits elften Mal verliehen.

Von Nils Oehlschläger

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