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08:17 18.12.2016
Einhergehend mit den wachsenden Beständen hat sich die Zahl der erlegten Tiere nach Angaben der Landesjägerschaft seit Ende der fünfziger Jahre verdreifacht. Quelle: dpa (Symbolbild)
Goslar

Nach dem Rekordabschuss bei Rotwild im abgelaufenen Jagdjahr sollen nach den Vorstellungen der Landesforsten in Niedersachsen auch künftig möglichst viele Tiere erlegt werden. "Der hohe Jagddruck muss bestehen bleiben", sagte Sprecher Michael Rudolph. Grund dafür seien die erheblichen Schäden, die von den wachsenden Rotwildbeständen in den niedersächsischen Wäldern angerichtet werden.

In den vergangenen Jahrzehnten sind die Rotwild-Populationen in den waldreichen Hauptverbreitungsgebieten Harz, Heide oder Solling deutlich gewachsen. Der Rotwildring Harz nennt als Ursachen dafür vor allem die zuletzt vergleichsweise milden Winter und das verbesserte Nahrungsangebot.

Einhergehend mit den wachsenden Beständen hat sich die Zahl der erlegten Tiere nach Angaben der Landesjägerschaft seit Ende der fünfziger Jahre verdreifacht. Im abgelaufenen Jagdjahr 2015/2016 gab es mit 8426 geschossenen oder im Straßenverkehr ums Leben gekommenen Exemplaren einen neuen Höchstwert.

Dabei wurden der Statistik zufolge alleine in den beiden niedersächsischen Westharz-Kreisen Goslar und Osterode zusammen 2942 Tiere zur Strecke gebracht. In der Lüneburger Heide gab es ebenfalls sehr hohe Abschusszahlen: Die Strecken betrugen im Heidekreis 1413, im Landkreis Celle 1067 sowie in den Kreisen Uelzen und Lüneburg 517 beziehungsweise 278 Exemplare. Auch in den Kreisen Lüchow-Dannenberg (451), Gifhorn (387), Holzminden (318) und Northeim (193) gab es hohe Abschusszahlen.

Aus Sicht der Landesforsten müsste das Abschussniveau in den kommenden Jahren mindestens ähnlich hoch liegen, um die Schäden in den Wäldern zu begrenzen. Das Rotwild frisst zwar Gräser, Kräuter, Früchte, Flechten, Moos, Blätter und Knospen. Es schält aber auch gerne die Rinde junger Bäume ab. Bei der sogenannten Verbiss-Inventur 2015 wurden nach Angaben des Rotwildringes im Harz massive Schäden nicht nur an Nadelbäumen festgestellt.

Die Stämme würden dabei zum Teil massiv und irreparabel beschädigt. «Der Verbiss schafft auch Eintrittspforten für Pilzbefall», sagte Forstsprecher Rudolph. "Und wenn ein junger Baum angeschält ist, heilt dies zumeist auch nicht mehr richtig aus." Die Folge: Die Stämme verlieren rapide an Wert.

Mit ihrem Ruf nach einem verstärkten Abschuss stehen die Landesforsten nicht alleine da. «Um die Schäden in unseren Forsten in Grenzen zu halten», müsse das Schalenwild, zu dem auch das Rotwild gehört, intensiv bejagt werden, forderte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne). Dies sei auch wichtig, um "die großen Anstrengungen in den Forstämtern für den naturnahen Waldumbau mit artenreichen Mischwäldern" nicht zu gefährden.

Raubtiere dagegen, wie der seit dem Jahr 2000 im Harz wieder heimisch gewordene Luchs, könnten die Hirschpopulation nicht nennenswert dezimieren.

dpa

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