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Panorama Förster sehen den Wald in Gefahr
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22:42 05.09.2014
Von Gabriele Schulte
„Zu viele Rehe und Hirsche“: Die Förster wollen mehr Wild zur Strecke bringen. Quelle: Schulze
Hannover

In einem gemeinsamen Brief haben sich alle 24 Amtsleiter der Landesforsten an Landwirtschaftsminister Christian Meyer und Umweltminister Stefan Wenzel (beide Grüne) sowie an die Fraktionsvorsitzenden im Landtag gewandt. Anders als Jäger und Landwirte stellen die Förster die Artenvielfalt der Bäume und den „naturnahen Waldumbau“ in den Mittelpunkt, die sie durch verstärkten Wildverbiss in Gefahr sehen. „Das Wohl des Wildes wird bei der geplanten Jagdzeitverkürzung höher bewertet als das des Waldes“, fasst Initiator Otto Fricke zusammen, Amtsleiter in Harsefeld im Kreis Stade.

Wie berichtet arbeitet das Agrarministerium an einer Neufassung der Jagdzeitverordnung. Darin ist unter anderem vorgesehen, Jagdzeiten bei Reh-, Rot-, Dam- und anderem Schalenwild von Ende auf Mitte Januar zu verkürzen. In der Anhörungsphase holt das Land derzeit Einschätzungen von Betroffenen ein. Die befragten Verbände der Jäger, Landwirte und Grundbesitzer haben schon öffentlich Stellung bezogen. Sie meinen: „Das Jagdrecht ist im Sinne der Eigentumsgarantie des Artikels 14 Grundgesetz umfassend zu schützen.“

Die Forstamtsleiter melden sich zu Wort, ohne offiziell nach ihrer Meinung gefragt worden zu sein. Während Jäger und Landwirte gern die – allgemein eher unbeliebten – Wildschweine als Verursacher von Ackerschäden in den Vordergrund rücken, geben die Förster offen zu, Rehen und Hirschen an den Kragen zu wollen. Das Ministerium wolle Kälber und Alttiere in den letzten beiden Januarwochen schonen, weil ihr Stoffwechsel zu dieser Zeit stark heruntergefahren sei, sagt Fricke. Dadurch würde sich aber nach Ansicht der Förster die Zahl der Tiere dramatisch erhöhen: „Gerade diese zwei Wochen sind mit die erfolgreichsten für die Jagd.“ 20  Prozent des zur Strecke gebrachten Schalenwilds sei zu dieser Zeit erlegt worden. Im Übrigen sei Niedersachsen das einzige Bundesland, in dem schon jetzt Kälber und Alttiere des Rotwilds auch im August nicht geschossen werden dürften.

Aus Sicht der Landesforsten haben sich sowohl Rehe als auch Dam- und Rotwild viel zu stark vermehrt. „Nach dem Krieg haben wir im Landkreis Stade 700 Rehe im Jahr geschossen“, sagt Fricke. „Mittlerweile werden 700 überfahren und 2800 kommen zur Strecke.“ Im Harz gefährde vor allem der übermäßige Rotwildbestand nicht zuletzt die Anpflanzung von Buchen.

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