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Panorama Fleischerzeuger Vion sagt Weihnachtsschlachtung ab
Mehr Welt Panorama Fleischerzeuger Vion sagt Weihnachtsschlachtung ab
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16:35 08.12.2017
In Schlachthöfen (hier ein Betrieb in Ostfriesland) wird oft auch an Sonntagen gearbeitet. Die Begründung: Die Kunden wünschten frisches Fleisch. Quelle: dpa
Hannover

Zwei Wochen vor Weihnachten hat der Fleischerzeuger Vion in Emstek seine für den 2. Weihnachtstag geplanten Schlachtungen abgesagt. Auch eine zweite Firma im Landkreis Cloppenburg verzichtet darauf, seine Ausnahmegenehmigung zu nutzen und an dem Feiertag schlachten zu lassen. Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Kirche und Politik hatte gegen die Absicht der Fleischerzeuger protestiert und sagte am Freitag, eine für Sonntag geplante Demonstration in Emstek. Zufrieden über die Absage des Schlachttages am Christfest zeigte sich der Oldenburger Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Matthias Brümmer: „Die Reaktion der Betriebe zeigt, dass man mit solch einem Bündnis in dieser Gesellschaft doch etwas erreichen kann.“ In dieser Lage mache die für Sonntag geplante Demonstration vor den Werkstoren keinen Sinn, zumal man nicht den Eindruck einer Siegesparade erwecken wolle. Allerdings sei in der Frage der strittigen Sonntagsarbeit nur ein Etappenziel erreicht worden, da Sonn- und Feiertagsarbeiten im industriellen Bereich schon fast zur Regel geworden seien.

Die zweite Firma, der Fleischerzeuger Wernke, hatte bereits eine Ausnahmegenehmigung vom zuständigen Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg bekommen. Eine solche Ausnahme an fünf Sonn- und Feiertagen zu beschließen, liegt im Ermessen der Behörden, wenn etwa starke wirtschaftliche Gründe dafür sprechen. Ein Sprecher der Firma Vion erklärte, die Schlachtung am Zweiten Weihnachtstag habe dem Wunsch vieler Kunden entsprochen, frisches Fleisch zu bekommen. Sie sei anfangs auch im Interesse der Beschäftigten gewesen, die meisten Werkvertragsarbeiter aus Polen oder Rumänien. „Wir haben die Schlachtung nun auf den 23. Dezember vorgezogen, um Ruhe in die Diskussion zu bekommen“, sagte der Vion-Sprecher.

Das niedersächsische Sozialministerium hat unterdessen alle Gewerbeaufsichtsämter angewiesen, solche Bitten um Ausnahmen nach Hannover zu melden. „Wir glauben, dass gerade an Weihnachten das Interesse der Beschäftigten vor dem wirtschaftlichen Interesse des Betriebes rangiert“, sagt der neue Sozial-Staatssekretär Heiger Scholz (SPD). In der Politik hatte es durchgehend Protest gegeben –von den Grünen, der SPD und der CDU. Die Grünen haben die jetzt abgesagte Weihnachtsschlachtung zum Gegenstand einer Anfrage im Landtag gemacht, allerdings an den falschen Minister adressiert. Denn für „Arbeit“ und den „Sonntagsschutz“ ist nicht Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU), sondern Sozialministerin Carola Reimann (SPD) zuständig.

Von Michael B. Berger

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