Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Firmenmitarbeiter nach Explosion verstorben
Mehr Welt Panorama Firmenmitarbeiter nach Explosion verstorben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 16.09.2014
Das zerstörte Firmengelände in Ritterhude: Der Mitarbeiter war wegen einer Fehlermeldung auf dem Bereitschaftshandy auf das Gelände gefahren und wurde Opfer der Explosion. Am Dienstag ist er seinen Verletzungen erlegen. Quelle: dpa/Archiv
Ritterhude

Der 60-jährige Mitarbeiter der Entsorgungsfirma in Ritterhude, die Anfang September bei einer schweren Explosion zerstört worden ist, ist in der Medizinischen Hochschule Hannover seinen schweren Verbrennungen erlegen. Bei der Explosion auf dem Gelände der Entsorgungsfirma für chemische Lösungsmittel in Ritterhude sind insgesamt vier Menschen verletzt worden – darunter der 60-jährige Mitarbeiter, der wegen einer Fehlermeldung auf dem Bereitschaftshandy einen Kontrollgang machte und nach dem Unglück mit Verbrennungen dritten Grades in eine Spezialklinik gebracht wurde. Rettungskräfte hatten ihn auf dem Firmengelände gefunden.

Nach Angaben der Feuerwehr ergaben Schadstoffmessungen, dass keine Gesundheitsgefahr für die Anwohner bestand. Alle beteiligten Behörden, die Betreiberfirma und Entsorgungsbetriebe arbeiten seit dem Unglück mit Hochdruck daran, die noch bestehenden latenten Gefahren für Menschen und Umwelt zu beseitigen. Fast täglich sitzen Einsatzkräfte und Helfer zusammen, um das weitere Vorgehen zu strukturieren und die noch vorhandenen brennbaren Flüssigkeiten und Stoffe sachgerecht zu bergen, abzutransportieren und zu entsorgen. Dabei ist höchste Priorität die Sicherheit der Bevölkerung, insbesondere auch die Sicherheit der dabei tätigen Menschen.

Ein Bauzaun umschließt das Areal - ein Sicherheitsdienst und Mitarbeiter der Firma patrouillieren auf dem Gelände. Die Ermittlungen zur Explosion und Brandursache erweisen sich nach Informationen der Polizei bisher als kompliziert. Ergebnisse werden entgegen ersten Bekundungen voraussichtlich erst in mehreren Monaten bekannt gegeben werden können. Die Polizei hatte sich an alle Geschädigten im näheren und weiteren Umkreis gewandt. Die bis jetzt festgestellten Schäden wurden fotografiert und dokumentiert.

no/dpa

Mehr zum Thema

Nach der schweren Explosion in einer Entsorgungsfirma in Ritterhude sind acht Häuser unbewohnbar, die Familien werden wochenlang auf eine Rückkehr warten müssen. Der Entsorgungsfirma selbst ist erst vor Wochen vom Gewerbeaufsichtsamt kontrolliert worden.

11.09.2014
Panorama Nach Detonation in Entsorgungsfirma - Suche nach Explosionsursache wird dauern

Ein 15-köpfiges Spezialistenteam sucht nach der Explosion einer Entsorgungsfirma in Ritterhude in Trümmern nach der möglichen Ursache für die Detonation. Die Polizei geht davon aus, dass frühestens in drei Wochen ein Ergebnis vorliegt.

11.09.2014
Panorama Explosion in Farb- und Lackfabrik - Druckwelle beschädigt 40 Häuser

Stundenlang kämpfen 200 Feuerwehrleute gegen die Flammen nach einer gewaltigen Explosion in einer Entsorgungsfirma. Der Knall hallt kilometerweit, die Druckwelle beschädigt fast 40 Wohnhäuser. Wie kam es zu dem Unglück?

12.09.2014
Panorama Hinterlassenschaften von Wanderern - Japans heiliger Berg mit Fäkalien besudelt

Es stinkt zum Himmel: Ausgerechnet auf Japans heiligem Berg Fuji scheren sich immer wieder Wanderer einen Teufel um den Naturschutz und verrichten ihr Geschäft einfach am Wegesrand.

16.09.2014

Um die Ausbreitung der Ebola-Epidemie in Westafrika zu bekämpfen will US-Präsident Barack Obama 3000 Soldaten entsenden. Unterdessen hat der UN-Sicherheitsrat eine Krisensitzung anberaumt. Es sei erst das zweite Mal, dass sich 15-köpfige Gremium mit einer Gesundheitskrise befasst.

16.09.2014

Bei einem Feuer in einer Asylbewerberunterkunft in Wietmarschen (Landkreis Grafschaft Bentheim) sind vier Menschen verletzt worden. Laut Polizei erlitten zwei Bewohner Rauchvergiftungen und zwei weitere Fußverletzungen bei der Flucht vor den Flammen.

16.09.2014