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Panorama Finstere Gestalten ringen um "Mythodea"
Mehr Welt Panorama Finstere Gestalten ringen um "Mythodea"
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20:02 04.08.2016
Vor dem Kampf werden die Teilnehmer geschminkt. Quelle: dpa
Brokeloh

Finstere Gesellen und angsteinflößende Krieger kämpfen gegeneinander, Geschrei schallt durch den Wald: Das Live-Action-Rollenspiel "ConQuest of Mythodea" hat begonnen. Das idyllische Rittergut Brokeloh bei Nienburg verwandelt sich für fünf Tage in eine Fantasiewelt. Rund 8000 Teilnehmer aus aller Welt müssen Rätsel mit Kopf, Kampf und Geschick lösen und das Schicksal des Kontinents "Mythodea" in die eine oder andere Richtung lenken. Helden, Schurken, Ritter, Orks, Untote und Feuerwesen tummeln sich auf dem 60 Hektar großen Areal.

In den Spielerlagern werden die Akteure morgens noch geschminkt, dann geht es auf das Schlachtfeld. Dort liegen bereits einige "Verletzte", die vor Schmerzen schreien. "Wo sind die Heiler", brüllt ein Kämpfer verzweifelt. Mit Äxten, Schwertern, Keulen sowie Pfeil und Bogen gehen die Fantasiegestalten aufeinander los, "Zwerg Orti" mittendrin. Im echten Leben heißt er Max, ist 26 Jahre alt und Tierpfleger in Hamburg. Doch jetzt muss er sich um seinen Freund kümmern: "Er ist verletzt, wir mussten ihm nochmal die Beine brechen. Ein Heiler hat aber auf magischem Weg die Beine wieder gerichtet", sagt "Zwerg Orti".

Es gibt kein Drehbuch

Während die bösen Krieger der Gruppe "Das Schwarze Eis" die Köpfe zusammenstecken und eine neue Kampf-Strategie beraten, gibt es immer wieder kleinere Scharmützel. Mehr als hundert Akteure bewachen zwei blaue Kristalle auf dem Feld - ein strategisch ganz entscheidender Ort, den es zu verteidigen gilt. Jenseits des Kristallportals erwartet die Streiter die lebensfeindliche und triste Spiegelwelt. Mehr als 120 Autoren haben den "Plot", so nennt sich der Spielverlauf, geschrieben. Es gibt aber kein Drehbuch: "Was während des Spiels passiert, überlassen wir den Spielern und reagieren dann darauf", erklärt Fabian Geuß vom Veranstalterteam.

Bösewichte für die Spannung

Um die Handlung voranzutreiben, werden zum Beispiel Bösewichte eingeschleust, mit denen sich die Akteure dann auseinandersetzen müssen. Bibliothekar "Baldur, der Weiße" mit weißen Haaren dokumentiert das Geschehen und sammelt Informationen. "Ich fertige Schriften an, wie die Feinde erfolgreich bekämpft wurden", sagt Frank Münschke, wie "Baldur" wirklich heißt. Der 62-Jährige aus Essen ist Schriftsetzer, seine Fantasiefigur ist seinem realen Leben sehr nah.

Wildschweinbratwurst und Met

Nicht so bei Diplom-Ingenieurin Alexandra aus Düsseldorf, sie ist nun "Trossmeisterin" - die Anführerin in der Stadt "Tross". Dort bieten Handwerker ihre Dienste an, Händler verkaufen Waren, es gibt "Gewandschneidereyen", Federkram, eine "Hanf-Beckerey", Vulkanschmiede sowie Schmuck und Lederstände. In den Tavernen wie der "Black Pearl", der größten am Platz, fließt Met und Bier. Wildschweinbratwurst und Rothirsch-Cevapcici gehören zu den Spezialitäten. "Als Trossmeisterin kümmere ich mich darum, dass die Geschäfte laufen und die Leute sich wohl fühlen, außerdem bin ich für die Verpflegung des Heerzuges zuständig", erklärt sie. Mehr als 120 Tonnen Kulissen und mittelalterliches Equipment hat der Veranstalter Live Adventure Event auf dem Rittergut aufgebaut. Seinen Angaben zufolge ist das ConQuest weltweit das größte interaktive Festival dieser Art.

dpa

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