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Panorama Finnischer Polizeichef half Rauschgiftring
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21:27 30.12.2016
Er machte Millionen mit Haschisch: Der ehemalige Leiter des Drogendezernats von Helsinki, Jari Aarnio. Quelle: dpa
Helsinki

Der ehemalige Drogenfahndungschef der Polizei von Helsinki, Jari Aarnio, ist wegen Beteiligung an einem Rauschgiftring zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Finnische Medien berichteten, dass die Bande rund 800 Kilogramm Haschisch über die Niederlande nach Finnland geschmuggelt und dort 2011 und 2012 in Umlauf gebracht haben soll. Ein Gericht in der finnischen Hauptstadt sprach den langjährigen Polizeibeamten Aarnio am Donnerstag zudem schuldig, Beweise manipuliert zu haben, wie es weiter hieß.

Der heute 58-Jährige soll demnach eine zentrale Rolle in dem Rauschgiftring gespielt haben. Aarnio, der die Anti-Drogen-Einheit der Polizei in Helsinki seit 1999 leitete, war 2013 nach 30 Jahren als Ermittler aus dem Polizeidienst entlassen worden. Berichten zufolge hatte er die Ermittlungen über Lagerstätten von Haschisch beeinflusst und seine schützende Hand über mutmaßliche Schmuggler gehalten. Der ehemalige Fahnder war schließlich unter anderem dadurch aufgefallen, dass er hohe Summen in bar bezahlte.

Schwerwiegendes Fehlverhalten im Dienst

Aarnio habe seine Position bei der Polizei „rücksichtslos“ ausgenutzt, urteilte das Gericht. Er habe sich eines schwerwiegenden Fehlverhaltens im Amt schuldig gemacht. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich die Höchststrafe von 13 Jahren verlangt. Aarnio, der die Vorwürfe im Prozess zurückgewiesen hatte, wurde am Donnerstag inhaftiert. Zudem muss er 1,3 Millionen Euro, entsprechend seinem geschätzten Gewinn aus den Drogengeschäften, an den Staat zahlen. Seine Anwältin deutete an, das Urteil anfechten zu wollen. Rechtsexperten erklärten, das Strafmaß solle signalisieren, dass es für kriminelle Polizisten keine mildernden Umstände gibt.

Von RND/dpa

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