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Panorama Feuerwehr rettet Landwirt aus Silo
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20:50 05.03.2017
Quelle: dpa (Symbolbild)
Schellerten

Um kurz vor 11 Uhr hatte Josef Bruns mit seinem Enkel Jasper begonnen, Weizen zu verladen, um ihn in einem anderen Silo zu lagern. Weil sich der Ablauf des 20 Meter hohen Speichers durch feuchtes Getreide zugesetzt hatte, stieg der Landwirt ins Silo, um den Trichter mit einem Holzstiel freizulegen. Dabei rutschte er ab und versank bis zur Brust im Weizen.

Als die von Enkel Jasper alarmierte Feuerwehr am Unglücksort eintrifft, steht sie vor einer kniffligen Aufgabe: Der Landwirt steckt im Getreide fest und kann sich nicht mehr bewegen. Schräg über Bruns liegt eine tonnenschwere Last, die sich bei einer zu großen Erschütterung lösen und den Landwirt unter sich begraben könnte.

Einsatzleiter Harald Stanitzok fordert die Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr Hildesheim und die Drehleiter an. Die Spezialisten sichern den Verschütteten mit Gurten und Seilen, können ihn aber noch nicht hochziehen, weil sie ihm so die Luft nähmen.

Mit einer Schwertsäge schneiden die Helfer dann ein Loch in die Hülle des Silos, durch das sie Holzbohlen schieben, die einen Schutzwall zwischen dem Landwirt und dem Getreide bilden sollen. Mit Eimern und Schaufeln verladen sie einen Teil des Getreides auf einen Radlader. Erst nach Stunden liegt der Bauch des Landwirts frei, weil immer wieder Weizen nachrieselt.

Helfer des Technischen Hilfswerks, die ebenfalls eingetroffen sind, treiben weitere Bretter ins Getreide. Pausenlos schaufeln die Retter weiter, bis die Oberschenkel des Verschütteten freiliegen. Dann kann Höhenretter Patrick Grieger ihm einen Gurt zwischen die Beine legen und ihn per Flaschenzug hochziehen lassen. Wenig später klettert Landwirt Bruns durch das Loch im Silo nach draußen.

Von Peter Rütters

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