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Panorama Festnahme nach Amok-Drohung an Uni Trier
Mehr Welt Panorama Festnahme nach Amok-Drohung an Uni Trier
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14:11 24.11.2017
Quelle: dpa
Trier

Er drohte, mit einer halbautomatischen Waffe Jurastudenten im Hörsaal zu erschießen und löste damit einen Großeinsatz aus: Nach einer Amokdrohung im sozialen Netzwerk „Jodel“ an der Universität Trier ist am Freitag ein tatverdächtiger Student festgenommen worden. Andere User des Netzwerkes informierten die Polizei über die Drohung vom Donnerstagabend.

Der 23-Jährige habe angedroht, am Freitagvormittag eine Juravorlesung in Strafrecht stürmen zu wollen, um Menschen zu töten, sagte der Sprecher der Trierer Polizei, Uwe Konz. Der Täter schrieb bei Jodel: „Bei einer Halbautomatik habt ihr ne größere Chance, zu entkommen als zu sterben, auch wenn ihr ins Audimax geht. Aber den Prof treffe ich so oder so.“

Die Zeitung „Trierer Volksfreund“ veröffentlichte das Bild zuerst:

UPDATE: Nach Amok-Drohung an Trierer Uni: Polizeieinsatz beendet - 23-Jähriger festgenommen. Hier geht es auch zum Video.

Gepostet von volksfreund.de am Donnerstag, 23. November 2017

„Wir sprechen von einer herausragenden Bedrohungslage“, sagte Polizeisprecher Uwe Konz. Da die Ankündigung des Täters sehr konkret gewesen sei, hätten sich Chat-Partner am späten Donnerstag bei der Polizei gemeldet. Der Betreiber des Social-Media-Dienstes habe die Ermittlungen vorbildlich unterstützt. So seien der Mann, seine Wohnung in Uninähe und sein Account identifiziert worden.

Der Tatverdächtige sei am Morgen von Spezialeinsatzkräften in seiner Wohnung in Trier gestellt worden. Bei der Wohnungsdurchsuchung stellten Spezialeinsatzkräfte der rheinland-pfälzischen Polizei zwar umfangreiches Beweismaterial sicher, eine Waffe fanden sie jedoch nicht. Laut Polizei stammt der junge Mann aus der Region.

Studenten sollen zu Hause bleiben

Um jedes Restrisiko auszuschließen, sperrte die Polizei das Audimax-Gebäude und die Mensa vorsorglich. Die Polizei durchsuchte die Räume, um auszuschließen, dass der Täter dort gefährliche Gegenstände hinterlassen habe, sagte Konz. Zudem wurden die Zufahrten und Wege zum Uni-Gelände gesperrt. „Wir empfehlen Studenten erstmal, zu Hause zu bleiben“, sagte Uni-Präsident Michael Jäckel. Er habe „eine Situation diesen Ausmaßes noch nicht erlebt“.

Am Nachmittag dann konnten die Ermittler Entwarnung geben. Es gebe keine Gefahrenhinweise mehr, teilte die Polizei mit. Das Uni-Gelände wurde wieder freigegeben. Man gehe davon aus, dass der festgenommene Tatverdächtige ohne Komplizen gehandelt habe.

Das ist Jodel

Mit der App „Jodel“ können sich Menschen anonym innerhalb des Netzwerks austauschen – als Gegenpol zu Facebook. Das Programm sollte ursprünglich Studenten ermöglichen, über ihr Leben an der Universität zu sprechen. Darum ist Jodel auch auf einen Umkreis von zehn Kilometern beschränkt, der automatisch über GPS ermittelt wird. Mittlerweile nutzen das Netzwerk aber nicht mehr nur Studenten. Als hauptsächlicher Zweck hat sich das Posten von mal guten, mal schwächeren Witzen etabliert. Mehr als eine Million Nutzer hat das Netzwerk mittlerweile, außerdem ist es in andere Länder expandiert und hat mehrere Investoren als Anteilseigner gewinnen können. Die App wurde 2014 von Alessio Borgmeyer ins Leben gerufen.

Von RND/iro/dpa

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