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Panorama Exotischer Wandel auf Niedersachsens Wiesen
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09:06 06.08.2014
Da kann man schon verwundert gucken: In Niedersachsen tummeln sich immer mehr exotische Tiere auf den Wiesen - wie der Vogel Strauß. Quelle: dpa
Hannover

So mancher Ausflügler reibt sich verwundert die Augen, wenn er in Thedinghausen (Kreis Verden) am Hof von Familie Haake vorbeikommt. Statt wiederkäuender Milchkühe stolzieren dort Strauße über die Weide. Exotische Nutztiere sind auch in Niedersachsen auf dem Vormarsch. So hat Niedersachsen mit 520 Tieren die drittstärkste Büffelpopulation Deutschlands. "Jedes Jahr sind es deutschlandweit zehn bis 15 Prozent mehr", sagt Manfred Thiele vom Büffelverband. "Das äußerst zarte und fettarme Fleisch ist ein Selbstläufer in der Vermarktung."

Für Milch und Käse gebe es nur bedingt Abnehmer. Dabei habe Büffelmilch 30 bis 50 Prozent mehr Kalzium und mehr Vitamine als herkömmliche Kuhmilch. In der Haltung seien Büffel bedeutend anspruchsloser, aber auch bedeutend anhänglicher als Rinder. Thiele sieht einen Trend in ganz Mitteleuropa. "Die Tiere werden bis nach Schweden exportiert," sagt er. Aber nicht nur Büffel, auch Bisons fühlen sich wohl in Niedersachsen. Allerdings gebe es nur drei Halter mit etwa 100 Tieren, sagt der Vorsitzende des Bisonzuchtverbandes Hans-Jürgen Schröder.

Neu-Interessenten gebe es derzeit nicht. Denn die behördlichen Hürden für die Haltung von Bisons seien hoch. Unkomplizierter ist es mit Heckrindern, einer "Abbildzüchtung" der ausgestorbenen Auerochsen. Zudem sind sie widerstandfähig, und "sie kommen mit dem aus, was die Wiese an Futter bietet", sagt Otto Kalberlah von der Erzeugergemeinschaft Auerochsen Braunschweig-Wolfsburg. Nur bei Schnee werde Heu zugefüttert. Ihr fettarmes Fleisch ist begehrt. "Der Kundenstamm wächst immer mehr. Manche sagen,'das schmeckt wie früher'," weiß Kalberlah.

Jan Albert Haake ist 2009 auf den Blauhalsstrauß gekommen. "Blauhals ist der Strauß mit größtem Fleischanteil," begründet er. Mit einem Jahr werden die Vögel geschlachtet und bringen dann 40 bis 50 Kilo Fleisch. "Der Geschmack ist eine Mischung aus Geflügel und Rind mit Wild drin." Die Nachfrage nach hiesigem Straußenfleisch steige, sagt Ralph Schumacher vom Bundesverband Deutscher Straußenzüchter. "Aber die Nachfrage nach Eiern stagniert." Dafür vermarktet Haake auch das Federkleid seiner Laufvögel. "Die großen, weißen Schwungfedern gehen als Deko-Artikel, die kleinen Federn als Staubwedel."

Ein straußenfreundliches Land sei Niedersachsen allerdings nicht, meint Schumacher. Die Auflagen seien hoch, und so gebe es nur wenig Farmen. Zudem halte sich hartnäckig die alte Diskussion um Feuchteverträglichkeit der Tiere. Dabei litten sie nachweislich nicht unter dem norddeutschen Schmuddelwetter. "Der Strauß tickt eigentlich genauso wie wir. Bei schlechtem Wetter sitzt er mehr rum," sagt Haake.

dpa

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