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Panorama Ex-Landvolk-Chef steht vor Gericht
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20:18 23.10.2017
Profitierte er von Spenden an Stiftungen? Der Angeklagte Lothar L.
Verden

Mit dem 72 Jahre alten Ex-Vorsitzenden sind enge Mitarbeiter angeklagt, zwei Männer und eine Frau im Alter von 55, 59 und 63 Jahren. Sie sollen Beihilfe zur Untreue geleistet haben. Es drohen lange Haftstrafen.

Ein Stipendium für die Tochter

Der Diepholzer Landvolk-Chef Lothar L. war im Tatzeitraum auch Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft des Bauernverbands. Laut Anklage veranlasste er zwischen 2009 und 2012 unbefugt mehrere hohe Überweisungen. Den Ermittlungen zufolge war darunter eine Spende von einer Million Euro an die Deutsche Stiftung Kulturlandschaft. Rund zwei Jahre später sei er Stiftungsratsmitglied, später Vorsitzender der Stiftung geworden.

Ein Stipendium für die Tochter

Eine andere Überweisung in Höhe von 100.000 Euro ging laut Anklage an eine Stiftung, von der die Tochter des Angeklagten später ein Stipendium im Wert von mehr als 16.700 Euro erhielt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann insgesamt sieben Fälle vor, in denen er Auszahlungen der Tochtergesellschaft anordnete, die für diese wirtschaftlich wertlos waren. Zudem holte er nicht wie vorgesehen die Zustimmung der Gesellschafterversammlung ein.

Der heute 72-Jährige stand bereits in einem Zivilverfahren vor Gericht. Im Februar 2016 wurde er vor dem Landgericht Verden wegen Untreue und Verletzung der Geschäftsführerpflichten verurteilt. Das Oberlandesgericht Celle bestätigte die Entscheidung im Januar 2017. Lampe und ein weiterer Beklagter zahlten laut einem Bericht des Branchendienstes „Topagrar“ schließlich 6 Millionen Euro Schadensersatz an den Landvolk-Kreisverband zurück.

Den mitangeklagten Ex-Landvolk-Mitarbeitern wirft die Staatsanwaltschaft vor, ihrem damaligen Chef bei den Untreuehandlungen geholfen zu haben. So soll der 55-Jährige den Vorgesetzten etwa bei der Millionenzahlung an die Deutsche Stiftung Kulturlandschaft unterstützt haben.

Der 63-jährige Angeklagte reichte laut Anklage für steuerliche Beratungen eine Honorarrechnung über 77 350 Euro ein, obwohl diese Leistungen auf Basis des bestehenden Anstellungsverhältnisses beim Landvolk hätten erbracht werden können. Der Hauptangeklagte ließ das Geld an seinen Mitarbeiter überweisen.

Schöffe befangen?

Die angeklagte Frau, die als Bürokauffrau angestellt war, soll insgesamt sechs Rechnungen über jeweils 35 700 Euro für die Herstellung von Prospekten über ein Windkraftprojekt des Landvolks an die Landvolk-Tochtergesellschaft geschrieben haben. Nach den Ermittlungen waren auch diese Ausgaben nicht erforderlich.

Zum Auftakt des Verfahrens hat die Verteidigung Montag einen Befangenheitsantrag gestellt. Nach Angaben der Gerichtssprecherin lehnt sie einen Schöffen ab. Dessen Ehefrau ist Mitglied im Landvolk-Kreisverband Verden. Darüber will die Kammer heute entscheiden.

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