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Panorama Esprit-Arena in Düsseldorf wird zur Hightech-Bühne
Mehr Welt Panorama Esprit-Arena in Düsseldorf wird zur Hightech-Bühne
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19:24 22.04.2011
Der Name „Esprit-Arena“ des Stadions in Düsseldorf ist wegen des bevorstehenden Eurovision Song Contest mit einem riesigen Transparent verhängt worden. Quelle: dpa

Der Clou: Die Bühne befindet sich mitten in der Halle, sodass die 35.000 Live-Zuschauer um sie herum sitzen können. Schätzungsweise weitere 120 Millionenzuschauer werden den Song Contest am 14. Mai an den Bildschirmen verfolgen. Für die ARD ist die Musikshow auch in technischer Hinsicht das größte Fernsehereignis des Jahres. Noch werkeln in der Arena Dutzende Arbeiter in neongelber Sicherheitsweste und mit Helm auf dem Kopf. Einer von ihnen turnt in rund 45 Metern Höhe unter dem mit 2200 Scheinwerfern bestückten Hallendach. Gabelstapler und Arbeitsbühnen kurven piepsend umher.

An der nördlichen Seite der Arena flackern Teile der LED-Wand, die am Ende 520 Lichtelemente haben und 60 mal 18 Meter groß sein wird. Dahinter wächst der „Green Room“, in dem die Künstler auf die Punktevergabe warten werden. Vor der LED-Wand steht die kreisrunde Bühne. Von ihr führt in einem großen Bogen ein Laufsteg zu einem zweiten, kleineren Podest.

Natürlich gehört auch viel Hightech zur Inszenierung. Scheinwerferträger, sogenannte Lichttraversen, sowie Videoelemente können so variiert werden, dass für jeden Künstler die passende Kulisse entsteht. Und das sei beim Song Contest die Herausforderung, sagt Appelt: jeden Kandidaten – „von der typischen ESC-Folklore bis zu Hardrock-Inszenierungen“ – richtig in Szene zu setzen. Trotz der gewaltigen Dimensionen der Halle, in die bei anderen Veranstaltungen mehr als 66.000 Menschen passen, dürften sich die Künstler nicht wie Ameisen verlieren, sagt ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber. Deshalb sei die Bühne mit 13 Metern Durchmesser kleiner als vor zwei Jahren in Moskau, wo sie auf fast 30 Meter gekommen sei. Ein allein auftretender Künstler – wie in diesem Jahr der Franzose Amaury Vassili – ginge bei solchen Dimensionen unter, befürchtet Schreiber.

Vor der Arena stehen Übertragungswagen, daneben brummen Dieselaggregate – acht Maschinen versorgen alleine die Halle mit Strom. 80 Kilometer Starkstromkabel haben die Techniker verlegt, um den Song Contest unabhängig vom öffentlichen Stromnetz zu machen.

Ob die ARD-Verantwortlichen angesichts dieses Aufwands die Daumen für einen erneuten Sieg Lenas drücken? Denn dann müssten sie im nächsten Jahr wieder den Grand Prix ausrichten. „Wir treten nicht an, um zu verlieren“, sagt Schreiber dazu. Doch für einen kleinen Moment wirkt es beinahe so, als zucke er bei diesem Gedanken zusammen.

Michael Kieffer

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