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Panorama Erneut mehr Spätaussiedler registriert
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08:30 27.12.2016
Im Durchgangslager Friedland werden die Aussiedler registriert. Quelle: Archiv
Friedland

Der Zuzug deutschstämmiger Aussiedler in die Bundesrepublik hält an. 2016 seien nach vorläufigen Zahlen knapp 6500 Spätaussiedler neu nach Deutschland eingereist, sagte der Leiter des Grenzdurchgangslagers Friedland im Kreis Göttingen, Heinrich Hörnschemeyer. Damit habe sich die Zahl im fünften Jahr in Folge leicht erhöht.

2012 hatte die Aussiedlerzahl mit rund 1800 Menschen einen Tiefpunkt erreicht. Seither ist sie kontinuierlich gestiegen. Das Lager im südniedersächsischen Friedland ist die derzeit bundesweit einzige Aufnahmeeinrichtung für Aussiedler.

"Wie in den den Vorjahren kommen die Aussiedler vorwiegend aus der Russischen Föderation und Kasachstan", sagte Hörnschemeyer. Ein kleinerer Teil stamme aus anderen Staaten der früheren Sowjetunion. Die überwiegende Teil der Einreisenden habe bereits Verwandtschaft in Deutschland. "Es sind häufig jüngere Menschen, deren Eltern bereits hier leben, und junge Familien sowie wenige Einzelreisende", sagte Hörnschemeyer. Anders als in früheren Jahren müssen Aussiedler schon im Herkunftsland in Tests nachweisen, dass sie Grundkenntnisse der deutschen Sprache besitzen.

Die Zahl der neu einreisenden Aussiedler hatte 1990 mit knapp 400 000 Menschen einen Rekord erreicht. Danach war sie nach und nach bis zum absoluten Tiefststand 2012 gefallen. Seit der Änderung des Bundesvertriebenengesetzes im Herbst 2013 erhöht sie sich wieder. Grund ist die Erleichterung des Nachzuges von Familienangehörigen.

lni

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