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Panorama Erfinder Peter Madsen droht lebenslange Haft
Mehr Welt Panorama Erfinder Peter Madsen droht lebenslange Haft
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14:08 16.01.2018
Die Staatsanwaltschaft will Peter Madsen lebenslang hinter Gittern sehen. Quelle: dpa
Kopenhagen

Der mordverdächtige dänische Erfinder Peter Madsen soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft lebenslang hinter Gitter. Der 47-Jährige wurde am Dienstag wegen Mordes angeklagt. Die Staatsanwaltschaft fordere eine lebenslange Freiheitsstrafe oder Sicherungsverwahrung, teilte die Kopenhagener Polizei mit.

Madsen wird vorgeworfen, die schwedische Journalistin Kim Wall an Bord seines selbstgebauten U-Boots „Nautilus“ getötet und die Leiche sexuell missbraucht zu haben. „Es ist die Rede von einem sehr ungewöhnlichen und extrem ernsten Fall“, erklärte Anklagevertreter Jakob Buch-Jepsen.

Kim Wall soll von U-Boot-Bauer Peter Madsen getötet worden sein. Quelle: imago

Laut Anklageschrift plante der Erfinder den Mord im Voraus und bereitete ihn vor. Wie Madsen genau vorgegangen sei, sei noch nicht bekannt. Möglicherweise habe er Wall erdrosselt oder ihr die Kehle durchgeschnitten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm auch Leichenschändung vor.

Er selbst spricht von einem Unfall. Wall, die am Abend des 10. August für eine Recherche auf dem U-Boot war, sei möglicherweise an Kohlenmonoxidvergiftung gestorben, während er nach einem Tauchgang an Deck gewesen sei. Während seiner Untersuchungshaft präsentierte Madsen, der in Dänemark ein bekannter Erfinder ist, allerdings mehrere unterschiedliche Versionen zu Walls Tod.

Rechtsmediziner empfehlen Sicherungsverwahrung

Die Leiche der jungen Frau wurde – zerstückelt und mit mehreren Messerstichen im Unterleib – im Meer gefunden. Madsen gab nach einiger Zeit zu, den Körper mit einer Säge zerteilt und die Einzelteile über Bord geworfen zu haben. Sexuellen Missbrauch wies er allerdings zurück.

Madsen war von Rechtsmedizinern psychologisch untersucht worden. Sie halten ihn der Anklage zufolge für so gefährlich, dass Sicherungsverwahrung angebracht sein könnte, um weitere Verbrechen auszuschließen. Auf einer seiner Festplatten fand die Polizei unter anderem Videos von Hinrichtungen, in denen Frauen gefoltert, geköpft und verbrannt wurden.

Madsens Anwältin Betina Hald Engmark wollte die Anklageschrift zunächst nicht kommentieren. Sie werde sie später mit ihrem Klienten durchgehen, sagte sie der Nachrichtenagentur Ritzau.

Der Prozess soll am 8. März beginnen. Es sind acht Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird für den 25. April erwartet.

Die Nautilus. Quelle: AP

Von RND/dpa/iro

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