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Panorama Anwalt soll für Sex mit 16-Jähriger zahlen
Mehr Welt Panorama Anwalt soll für Sex mit 16-Jähriger zahlen
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13:59 08.06.2013
Ein Anwalt soll Sex mit einer 16-Jährigen gehabt haben – und wurde daraufhin von deren Mutter erpresst. Quelle: dpa (Symbolbild)
Stadthagen

In Bedrängnis ist ein Rechtsanwalt (47) aus München geraten, der am Steinhuder Meer Sex mit einer 16-Jährigen gehabt haben soll. Vermutlich aus Sorge, dass seine Frau etwas von dem Fehltritt erfahren könnte, soll der Advokat fast 67.000 Euro gezahlt haben, eine Art Schweigegeld. Staatsanwalt André Lüth geht davon aus, dass die Mutter (47) des Mädchens den Juristen erpresst hat.

Vor dem Amtsgericht in Stadthagen sollte der Fall gestern geklärt werden. Doch die Anklagebank, reserviert für die Mutter und Tochter (heute 21 Jahre alt), blieb leer. Zur Verhandlung wird es aber dennoch kommen, und beim nächsten Anlauf könnten Haftbefehle ergehen. Der Anwalt war dagegen aus Süddeutschland angereist, ihm müssen nun Fahrtkosten und Verdienstausfall erstattet werden.

Im Herbst 2008 hatten der Anwalt und das Mädchen auf einer Internetplattform Kontakt geknüpft. Bei einer Verabredung am Steinhuder Meer soll es zum Sex im Auto gekommen sein. Monate später, im Februar 2010, erhielt der Mann laut Anklage eine SMS, in der mutmaßlich die Mutter Geld verlangte, um Behandlungskosten für ihre angeblich traumatisierte Tochter bezahlen zu können. In mehreren Raten soll der Jurist daraufhin fast 10.000 Euro gezahlt haben. Trotzdem kam eine weitere SMS, diesmal mit der Drohung, Anzeige zu erstatten. Der Anwalt soll daraufhin ein Schriftstück aufgesetzt haben, in dem er sich zur Zahlung von Schulgeld für ein Internat verpflichtete. Auch die Kosten für eine „Delfintherapie in der Türkei“ sollten übernommen werden. Der Münchener überwies diesmal fast 57.000 Euro. Die Tochter muss sich vor Gericht verantworten, weil sie das Schriftstück mit unterzeichnet haben soll.

Im Juli 2011 soll die Mutter dann noch mal 100.000 Euro verlangt haben, um die ohnehin maßlose Forderung später auf 150.000 Euro zu erhöhen, verbunden mit der Ankündigung, Bilder im Internet zu veröffentlichen. Das war zu viel. Der Anwalt erstattete Anzeige.

Stefan Lyrath

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