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Panorama Helmut Kohl muss bis Dezember warten
Mehr Welt Panorama Helmut Kohl muss bis Dezember warten
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11:02 25.08.2016
Ein Bestseller - mit verbotenen Inhalten: Das umstrittene Buch "Die Kohl-Protokolle". Quelle: dpa
Köln

In dem langwierigen Rechtsstreit zwischen Altkanzler Helmut Kohl (86) und dem Journalisten Heribert Schwan ist am Donnerstag noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Das Verfahren vor dem Landgericht Köln wird am 8. Dezember fortgesetzt.

Der Vorsitzende Richter gab am Donnerstag lediglich den Hinweis, dass das Gericht grundsätzlich einen Entschädigungsanspruch Kohls wegen Verletzung seines Persönlichkeitsrechts sieht. Zur geforderten Höhe von fünf Millionen Euro sollen Kohls Anwälte jedoch weitere Angaben machen.

Kohl will erreichen, dass 116 Zitate aus dem Buch verboten bleiben. Außerdem verlangt er wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts fünf Millionen Euro Schmerzensgeld, was eine Rekordsumme wäre.

Im Kern geht es in dem Verfahren um von Schwan in einem Buch verwendete Zitate Kohls, die teils drastische Urteile über frühere Weggefährten enthalten. Basis des Werks sind Gespräche Schwans mit dem früheren Kanzler, die der Kölner Autor als damaliger Biograf Kohls auf Tonband mitgeschnitten hatte. Um die Bänder und die Veröffentlichung schwelt bereits seit Jahren ein Rechtsstreit.

Der ehemalige WDR-Redakteur Schwan hatte die Memoiren des Altkanzlers verfasst. Bevor der vierte und letzte Band erscheinen konnte, zerstritten sich die beiden jedoch. Schwan veröffentlichte daraufhin eigenmächtig "Die Kohl-Protokolle" mit pikanten Äußerungen aus ihren Gesprächen. Dagegen hat Kohl bereits erfolgreich in einem einstweiligen Verfügungsverfahren geklagt.

afp/RND/zys

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