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Panorama Ein Turnschuh als Jahreskarte für die Berliner U-Bahn
Mehr Welt Panorama Ein Turnschuh als Jahreskarte für die Berliner U-Bahn
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15:53 10.01.2018
Der BVG-Schuh mit integriertem Jahresticket. Quelle: @overkillshop | Overkill
Berlin

Die meisten Turnschuhe werden an Leute verkauft, die damit keinen Sport treiben. Das ist nicht neu. Neu hingegen ist der Sneaker, den Adidas und die Berliner Verkehrsbetreibe BVG jetzt präsentiert haben: Ein Turnschuh mit der Lizenz zum Rumsitzen, in U-Bahn, Tram und Fähre. Der „EQT-Support 93/Berlin“ ist nicht nur im modisch fragwürdigen Design der BVG-Sitzbezüge gehalten, er hat vor allem ein Jahresticket in die Lasche integriert.

Für 180 Euro gibt es das ganze Jahr freie Fahrt in allen Verkehrsmitteln der BVG. 500 Stück sind ab dem 16. Januar erhältlich – sie werden binnen weniger Stunden ausverkauft sein. Nicht nur, weil der Preis für die Jahreskarte unschlagbar niedrig ist, sondern vor allem, weil der Schuh ein begehrtes Sammlerstück sein wird. BVG-Sprecherin Petra Reetz erwartet daher, dass viele Käufer das Jahresticket gar nicht in Anspruch nehmen. Sie stellt klar: „Die Schuhe gelten nur als Fahrkarte, wenn sie beide getragen werden. Sie im Karton mitzuführen reicht nicht.“ Getragene Sneaker verlieren in der Sammlerszene aber an Wert. „Wir reden gar nicht drumrum, es ist ein Werbegag“, sagt Reetz dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Für 180 Euro gibt’s den begehrten Sammelschuh samt Ticket. Quelle: @overkillshop | Overkill

Der Gag zündete bereits: In den sozialen Netzwerken wurde der Schuh tausendfach kommentiert – lobend und gehässig. „Der Moment, wo sich Kontrolleure vor dir bücken müssen – unbezahlbar“, schrieb etwa die „Berliner Zeitung“ auf Twitter. Reetz kontert allerdings: „Unsere Kontrolleure werden diesen Schuh schon von weitem erkennen, da ist Bücken nicht nötig.“

Nur die Frage, wie BVG und Adidas mit Produktpiraten umgehen, die Schuh und Fahrkarte fälschen, kann sie nicht beantworten. Andere deutsche Verkehrsunternehmen jedenfalls wollen den Gag nicht aufgreifen. „Copy & Paste ist nicht so unser Ding“, schrieb die Üstra in Hannover auf Twitter.

Eine Sprecherin der Hamburger Hochbahn kommentierte schnippisch: „Wir setzen andere Schwerpunkte, etwa die Digitalisierung des Nahverkehrs.“ Damit haben die Hanseaten die schwache Stelle der Berliner Kampagne getroffen. Eine eingenähte Fahrkarte ist als Idee eigentlich rettungslos altmodisch. Ein Chip im Schuh wäre das Mindeste gewesen.

Von Jan Sternberg/RND

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