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Ehemaliger Schüler ersticht Lehrerin in Bremen

Messerattacke Ehemaliger Schüler ersticht Lehrerin in Bremen

Ein 21-Jähriger hat in Bremen am Freitagnachmittag eine 35 Jahre alte Lehrerin seiner früheren Schule mit einem Messer getötet. Unklar war zunächst, ob die Frau auch seine Lehrerin war.

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Polizisten untersuchen den Tatort in Bremen.

Quelle: lni

Ein 21-Jähriger hat in Bremen am Freitag eine 35 Jahre alte Lehrerin seiner früheren Schule mit einem Messer getötet. Der junge Mann wartete am frühen Nachmittag an ihrer Wohnung und stach sie dann auf der Straße nieder. Die Pädagogin hatte keine Chance: Bei der Attacke wurde sie so schwer verletzt, dass sie noch am Tatort starb. Fahnder suchen nun nach den Motiven und den Hintergründen des grausigen Verbrechens. Dies teilte die Polizei am Abend mit. Ob im Klassenzimmer oder anderswo, immer wieder werden Lehrer Opfer von Gewaltattacken.

Unklar war für die Ermittler am Freitag zunächst, ob die Frau auch die Lehrerin des 21-Jährigen an einem Gymnasium im niedersächsischen Osterholz-Scharmbeck nördlich von Bremen war. Nach dem Messerangriff rief der junge Mann selbst die Fahnder. Er ließ sich widerstandslos festnehmen, heißt es im Polizeibericht. Zuvor hatte er sich mit seinem Messer noch selbst verletzt. Er sei in Polizeigewahrsam und werde behandelt. Medienberichten zufolge ist er „psychisch auffällig“. Es seien umfangreiche Ermittlungen eingeleitet worden.

Noch Stunden nach dem Verbrechen sicherten Spezialisten der Polizei Spuren in dem Wohngebiet Tannenhof. An den Einfamilienhäusern war ein Zelt aufgebaut. Scheinwerfer leuchteten den Tatort aus. Überall standen Schilder der Ermittler mi Nummern, um den Ablauf der Gewaltattacke zu dokumentieren.

Niedersachsens Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) zeigte sich schockiert: „Ich bin tief betroffen. Unser Mitgefühl gilt jetzt der Familie, den Angehörigen, den Freunden und dem Kollegium.“

Angriffe auf Lehrer von Schülern kommen immer wieder vor. Am 20. Januar 2005 wurde in Ahrensburg in Schleswig-Holstein eine Deutschlehrerin in ihrer Wohnung von einem Bruder eines ihrer Schüler im Streit erstochen. Im fränkischen Coburg schoss im Juli 2003 ein 16-Jähriger Realschüler im Unterricht auf seine Klassenlehrerin. Sie blieb unverletzt. Eine Schulpsychologin wurde am Oberschenkel getroffen. Danach tötete sich der Junge selbst. Sein Motiv: Seine möglicherweise gefährdete Versetzung. In Meißen wurde eine Lehrerin vor den Augen ihrer Klasse im November 1999 mit 22 Stichen von einem 15-Jährigen getötet.

lni

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